Bäume an Sandstraße sind krank - Gemeinde will 13 Linden fällen lassen

Verkehrsgefahr

Die Gemeinde muss wohl 13 Linden entlang des Friedhofes an der Sandstraße fällen lassen. Die Bäume weisen diverse Schäden auf. Weitere Nachbarbäume sind ebenfalls in Gefahr.

Ascheberg

, 07.01.2020, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
13 Bäume an der Sandstraße müssen wohl gefällt werden. Sie weisen ähnliche Schäden wie auf diesem Beispielfoto auf.

13 Bäume an der Sandstraße müssen wohl gefällt werden. Sie weisen ähnliche Schäden wie auf diesem Beispielfoto auf. © Gemeinde Ascheberg

Die Linden entlang des Friedhofs an der Sandstraße sind krank und nicht mehr standsicher. Sie bilden eine zu große Gefahr für alle Straßen- und Gehwegbenutzer. Gleiches gilt für die meisten Bäume auf der gegenüberliegenden Seite entlang der Festwiese. Für die übrigen Bäume in dieser Reihe ist diese Gefahr in den nächsten drei Jahren sicherlich zu erwarten, teilt die Gemeinde mit.

Aus diesem Grunde müssen die Bäume gefällt werden. Insgesamt handelt es sich um 13 Einzelbäume zwischen den Straßen Schlingermanns Hof und Eschenbachstraße. „Fachkundige Mitarbeiter des Bauhofes haben vor einigen Wochen im Rahmen einer detaillierten Baumkontrolle alle Linden sorgfältig überprüft“, heißt es in einem Schreiben der Gemeinde.

Solche morschen Stellen wie auf diesem Beispielbild vermuten die Experten an den Linden der Sandstraße.

Solche morschen Stellen wie auf diesem Beispielbild vermuten die Experten an den Linden der Sandstraße. © Gemeinde Ascheberg

Das Schadensbild hat ergeben, dass die meisten Bäume nicht ausreichend standsicher sind und dadurch eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen. Da die Linden auf beiden Straßenseiten zu nah am Fahrbahnrand stehen, hat eine Vielzahl der Bäume Anfahrschäden. Um ein ausreichendes Lichtraumprofil für größere Fahrzeuge bereitzustellen und um den gesetzlichen Vorgaben Rechnung zu tragen, sind die straßenseitigen Äste bis zu einer Höhe von mehreren Metern stets entfernt worden.

An Baumschnittstellen haben sich Faulstellen gebildet

In den vergangenen Jahren haben sich an den Schnittstellen und an den durch Anfahren beschädigten Bereichen starke Faulstellen gebildet, die sich mittlerweile bis auf den jeweiligen Baumstamm übertragen haben. Dadurch, dass die Baustämme größtenteils morsch und faul sind, ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben.

Die Verwaltung will im Laufe der zweiten Januarwoche 2020 eine zweite Meinung einholen und hat hierzu einen unabhängigen Sachverständigen für Bäume (Baumgutachter) beauftragt, der im Laufe dieser Woche den Baumzustand nach den einschlägigen Vorschriften vor Ort ermittelt. Sollten aus seiner Sicht andere als die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen notwendig sein, „wird die Verwaltung diese Empfehlungen berücksichtigen“, heißt es.

Da die Bäume nahe an der Straße stehen, weisen etliche Anfahrschäden wie diesen auf.

Da die Bäume nahe an der Straße stehen, weisen etliche Anfahrschäden wie diesen auf. © Gemeinde Ascheberg

Die Bäume entlang der Festwiese werden im kommenden Frühjahr vollständig durch neue klima- und bienenfreundliche Gewächse ersetzt. Wieder Linden. Denn Linden sind während der Blüte für Bienen, Hummeln und Wildbienen als Nahrungsquelle sehr gut geeignet. Eine Neupflanzung von Linden wird nach Expertenmeinung eines Imkers daher begrüßt.

Die neuen Linden werden eine Höhe von zunächst drei Metern haben. Durch ein Abrücken von der Straße können diese Bäume eine gesunde Baumkrone ausbilden und auf Dauer ein schönes Ortsbild schaffen.

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