Bahnstrecke Münster-Lünen wird ausgebaut

Teilweise zweigleisig

Gute Nachrichten für alle Bahnreisenden zwischen Münsterland und Ruhrgebiet: Der seit Jahrzehnten geforderte zweigleisige Ausbau auf der Bahnstrecke Münster-Lünen, die über Ascheberg, Capelle und Werne führt, wird zumindest in Teilen kommen.

MÜNSTER/LÜNEN/ASCHEBERG

, 26.06.2017, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bis Ende 2017 werde das Projekt im Bundesverkehrswegeplan bis 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, am Samstag bei der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs in Münster. Bislang war das Projekt nur im sogenannten „potenziellen Bedarf“.

Teile der Strecke werden zweigleisig ausgebaut

Nach der Hochstufung bis Ende des Jahres, so Ferlemann, gehe es darum, Baurecht zu schaffen. Am Geld werde das Projekt auf jeden Fall nicht scheitern. Der Bund sei von der Notwendigkeit der zweigleisigen Streckenführung überzeugt.

„Bis Ende des Jahres laufen die Bewertungen, die uns genauen Aufschluss darüber geben werden, welche Teile der Strecke zweigleisig ausgebaut werden müssen“, sagte Ferlemann am Sonntag am Hauptbahnhof Münster.

Bislang ist die Hauptstrecke vom Ruhrgebiet nach Norden ein absolutes Nadelöhr. Auf dem eingleisigen Streckenabschnitt sind sowohl Fern- als auch Nahverkehrszüge unterwegs. Das hat für Pendler zwischen den beiden Regionen oft ärgerliche Folgen, hat doch der Fernverkehr vor ihren Zügen stets Priorität.

Zusage für Streckenausbau ist auch Signal für RRX

Von erheblicher Wichtigkeit ist die von Ferlemann angekündigte Entscheidung auch für die Streckenführung des Rhein-Ruhr-Express (RRX). Noch im März hatte die DB Netz AG signalisiert, angesichts des unwahrscheinlichen Baus eines zweiten Gleises ohne eine direkte RRX-Verbindung zwischen Dortmund und Münster zu planen.

Stattdessen sollte Münster per RRX nur über die Achse Essen, Gelsenkirchen, Wanne-Eickel angebunden werden. Für die Ein- und Auspendler zwischen Ruhrgebiet und Münsterland hätte der RRX damit kaum Vorteile gebracht. Ihre Reisezeit wäre bei etwa einer Stunde geblieben.

Die Ausbaupläne für die Gleisanschlüsse am Bahnknotenpunkt Dortmund wurden entsprechend reduziert – werden jetzt aber wohl wieder überarbeitet.

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