Baufällige Scheune wird eingelagert

Straßensperrung

ASCHEBERG Die Scheune der ehemaligen Hofstelle Rohlmann mitten in Ascheberg wird nunmehr kurzfristig abgerissen. Das hat auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr.

10.11.2009, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rohlmanns Scheune wird nun abgerissen und eingelagert.

Rohlmanns Scheune wird nun abgerissen und eingelagert.

Die Scheune wird allerdings nicht komplett verschwinden, sondern sie soll "für eine spätere Verwendung" sicher eingelagert werden. Dazu wird beim Abriss eine Dokumentation erstellt, die Hölzer einzeln durchnummeriert.

Die Scheune, die sich im Wesentlichen nicht im gemeindlichen Eigentum befindet, ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Insbesondere die Dacheindeckung, einschließlich der Dachkonstruktion ist stark beschädigt. Eingedrungenes Regenwasser hat zudem die Standsicherheit der Fachwerkkonstruktion geschwächt. Die Scheune ist baufällig. Dies haben handwerkliche, ortsansässige Fachbetriebe gutachterlich festgestellt. Über den Antrag auf Abbruch der Scheune beim Kreis Coesfeld hat die Verwaltung bereits öffentlich berichtet.

Mit dem Beginn der Abbrucharbeiten, so die Verwaltung in ihrer Pressemitteilung, wird in der nächsten Woche gerechnet. Während der Abbrucharbeiten müssen die fußläufigen Verbindungen zwischen der Sandstraße und der Lüdinghauser Straße, sowie zur Rohlmanns Weide aus Gründen der Verkehrssicherung gesperrt werden.

Die Gemeinde Ascheberg hat die Hofanlage Rohlmanns Anfang der 80-er Jahre gekauft und das Wohn- und Wirtschaftsgebäude Mitte der 80-er Jahre grundlegend saniert. In der Folge betrieb hier ungefähr zwei Jahrzehnte lang "Das Landhaus" einen Möbelhandel. Nach der Aufgabe des Möbelgeschäftes wechselte vor einigen Jahren die Hofstelle ihren Besitzer. Heute ist das ehemalige Wohn- und Wirtschaftsgebäude Sitz einer ortsansässigen Immobiliengesellschaft. Die Scheune besteht z.T. aus einem Fachwerkteil (etwa zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) und einem massiven Teil (etwa erste Hälfte des 20. Jahrhunderts).

Bei der umfangreichen Sanierung der Hofstelle wurde ein Gefach der Scheune soweit geöffnet, dass eine fußläufige Verbindung zwischen der Sandstraße und der Lüdinghauser Straße geschaffen wurde. In diesem Durchgang wurde ein beschrifteter Balken als Torbogen eingebaut, der sich zuvor in einer Wagenremise westlich der Hofanlage befand, die seinerzeit abgerissen wurde.