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Bekommt auch Ascheberg die Notfallplaketten?

An Rad- und Wanderwegen

Die Politik hat die Gemeinde Ascheberg damit beauftragt, ein Konzept für ein Notfall-Orientierungssystem auszuarbeiten. Die Idee: Schilder an Bänken, Strommasten oder Pfosten weisen Rettern im Notfall den Weg. Doch die Verwaltung hat Bedenken.

ASCHEBERG

, 06.07.2017 / Lesedauer: 2 min
Bekommt auch Ascheberg die Notfallplaketten?

Die Folie mit den Informationen zu den Notfallschildern ist wetterbeständig und kratzfest.

Ein Spaziergänger in der Davert sackt plötzlich zusammen. Seine Begleiter haben zwar Handys dabei, wissen aber nicht genau, wo sie sich befinden, um dem Notarzt genaue Ortsangaben zu machen – beklemmende Vorstellung. Abhilfe könnte ein Notfall-Orientierungssystem schaffen, das die Unabhängigen Wähler (UWG) am Dienstagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung im Bürgerforum des Rathauses präsentierten.

Die UWG will an prägnanten Orten entlang touristischer Rad- und Wanderwege Notfallplaketten anbringen lassen, auf denen die Notruf-Nummer 112 sowie eine Kennnummer angegeben sind. „Diese Kennnummer muss bei der Rettungsleitstelle mit den entsprechenden GPS-Daten und einer Anfahrtsroute hinterlegt sein“, sagt Volker Müller-Middendorf von der UWG, damit die Retter schnell den Einsatzort erreichen könnten.

"Es erfordert schon einigen Aufwand"

Weitere Voraussetzung: „Eine regelmäßige Kontrolle der Schilder ist wichtig.“ Genau an diesem Punkt hatte die Gemeindeverwaltung Bedenken: „Es erfordert schon einigen Aufwand, das System aktuell zu halten.“ Müller-Middendorf entgegnete, dass sich vielleicht Gruppen und private Interessenten für das Projekt begeistern ließen.

Die Schilder, wie sie etwa in Nordkirchen oder in Olfen Verwendung finden, könnte man an Bänken, Strommasten oder Pfosten anbringen. Volker Müller-Middendorf geht von rund 50 Punkten im Gemeindegebiet aus. Er schätzt die Gesamtkosten „auf 3500 bis 5000 Euro“.

Die Politik setzte sich über die Bedenken der Verwaltung hinweg und gab den Auftrag, ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. In der nächsten Sitzung des Ausschusses, so Vorsitzender Josef Reher, „können wir dann darüber abstimmen lassen.“

 

 

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