Bohrunternehmen sucht nach Erdwärme

Daldrup & Söhne

ASCHEBERG In Zürich stehen seine Bohrtürme, im niederländischen Bleiswijk sucht er in 2500 Meter Tiefe nach Erdwärme, mit der Gemeinde Grünwald bei München schloss er einen Bohrvertrag für Tiefen-Geothermie-Projekte ab. Josef Daldrup ist mit seinem Bohrunternehmen Daldrup & Söhne überall dort zu finden, wo nach Erdwärme gesucht wird.

04.11.2009, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Versorgung des Frankfurter Flughafens mit erneuerbaren Energien unterzeichneten sie einen Vertrag (v.l.): Dr. Stefan Schulte von Fraport AG, die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger, Fritz Vahrenholt von der RWE sowie Josel Daldrup.

Für die Versorgung des Frankfurter Flughafens mit erneuerbaren Energien unterzeichneten sie einen Vertrag (v.l.): Dr. Stefan Schulte von Fraport AG, die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger, Fritz Vahrenholt von der RWE sowie Josel Daldrup.

Im Jahre 2008 schloss sich das Ascheberger Unternehmen mit Sitz in Erfurt mit der RWE Innogy GmbH zu dem börsennotierte Gemeinschaftsunternehmen D&S Geo Innogy GmbH zusammen. D&S Geo Innogy GmbH und die Fraport AG, Eigentümerin und Betreiberin des Frankfurter Flughafens, haben in dieser Woche am Flughafen Frankfurt die Gründung eines Joint Ventures zur Erkundung und Entwicklung des Tiefengeothermie-Feldes Walldorf in die Wege geleitet.Hybrid-Kraftwerk setzt Erdwärme und Biogas zur Stromerzeugung ein Bei erfolgreicher Erkundung werden die Partner ein Hybrid-Kraftwerk bauen, das erstmals kombiniert Erdwärme und Biogas zur Erzeugung von Strom und Wärme einsetzt. Als "wahres Leuchtturmprojekt im Bereich erneuerbarer Energien mit hoher internationaler Wahrnehmung" bezeichnet Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, das Projekt. Einen "weiteren Meilenstein für die Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms der Fraport AG" nennt es Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.Bis zu 2400 Meter tiefe Bohrungen

Würden künftig die Fluggastanlagen mit Wärme aus Biogas und Erdwärme versorgt, könnten allein dadurch große Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden. Auf der rund 100 Quadratkilometer großen Fläche bei Walldorf sollen laut Pressemitteilung der Fraport in den kommenden Monaten seismische Untersuchungen Aufschluss über das geothermische Potenzial geben. Nach positivem Abschluss der Vorerkundungen wollen die Unternehmen dort gemeinsam bis zu 2 400 Meter tief in die Erde bohren, um das geothermische Kraftwerk zu errichten.

Geplant ist mindestens ein Hybrid-Kraftwerk, das auf der Basis von Erdwärme in Kombination mit Biogas Strom und Wärme erzeugt. Das Biogas erzeugt RWE in einer Biogasanlage in Sachsen-Anhalt, in der Biogas auf Erdgasqualität veredelt wird und dann über das Gasnetz an Fraport AG geliefert wird.