Bürgerbus Ascheberg: Jubilare sind erschrocken

100.000. Fahrgast

Gespannt haben einige Vertreter des Ascheberger Bürgerbus-Vereins mit Geschenken an einer Haltestelle in Ascheberg gewartet. Denn am Donnerstagmorgen wollten sie den 100.000. Fahrgast feiern und beglückwünschen. Den Jubilaren jagte das anfänglich einen großen Schrecken ein.

HERBERN

, 09.03.2017 / Lesedauer: 2 min
Bürgerbus Ascheberg: Jubilare sind erschrocken

Nach anfänglicher Verwirrung feierte der Vorstand des Bürgerbus-Vereins den 100.000.Fahrgast des Herberner Bürgerbus. v.l.: Vorsitzender Josef Streyl, Georg Schoppmann, Hussein Asam, Helmut Sunderhaus, Elham Amiri Asl, Jan Jungeilges, Helmut Richter, Walter Sobbe,Yaghub Shamkhani, Robert König und Herbert Holzhinrich (Volksbank).

Rückblick auf Donnerstagmorgen, 9.40 Uhr: 

Fahrer Helmut Richter hält mit dem Herberner Bürgerbus an der Haltestelle Appelhof in Ascheberg. Im Bus sitzen vier Flüchtlinge. Die Asylbewerber aus dem Iran und Libanon wohnen in der Unterkunft in Herbern und wollen eigentlich zum Bürgeramt. Einer von ihnen versteckt sich, als er die Menschen an der Haltestelle entdeckt.

Dort wartet eine ganze Delegation des Bürgerbus-Vereins auf die nichts ahnenden Buspassagiere. Denn der Vorsitzende Josef Streyl, Herbert Holzhinrich vom Volksbank-Vorstand und weitere Bürgerbus-Vereinsmitglieder wollen sie als den 100.000. Fahrgast feiern. Als Geschenke haben sie einen Strauß Blumen, einen Frühstückskorb und Trostpreise dabei.

Bei den "Betroffenen" sorgt das allerdings für Verwirrung. Erst auf gutes Zureden lassen sich Yaghub Shamkhani, seine Ehefrau Elham Amiri Asl und Hussein Asam zum Aussteigen animieren. 

Anfängliche Verwirrung schlägt in Dankbarkeit um

Streyl und die übrigen Vorstandsmitglieder versuchen, Kontakt zu den Fahrgästen aufzunehmen. Die Verständigung gelingt schließlich mit Händen und Füßen und gebrochenem Englisch. Letztendlich geht ein Strahlen über die Gesichter - und die Fahrgäste nehmen die Geschenke dankend an. Auf Yaghub Shamkhani fällt der Präsentkorb, seine Frau nimmt die Blumen entgegen und ein Weiterer nimmt den Trostpreis an. Dann entfährt Ehefrau Elham Amiri Asl ein Dankeschön in ihrem jüngst gelernten Deutsch: „Wir werden überall nett empfangen“, sagt sie. Von Deutschland habe sie einen guten Eindruck.

Bewährte Tradition

Der Bürgerbus-Verein, der jüngst sein 10-Jähriges gefeiert hat, bedankt sich regelmäßig bei seinen Nutzern. Auch den 90.000. Fahrgast hatten sie beglückwünscht. 

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