Bus aus dem Schienenersatzverkehr kommt nicht: Fahrgäste stranden am Bahnhof Davensberg

rnEurobahn-Ärger

Mal wieder Ärger um die Eurobahn auf der Strecke zwischen Münster und Dortmund: Mehrere Fahrgäste strandeten am Dienstag in Davensberg, weil der Bus aus dem Schienenersatzverkehr nicht kam.

Ascheberg

, 05.12.2018, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ärger um die Eurobahn zwischen Münster und Dortmund reißt nicht ab. Schon wieder gab es Probleme auf der von Keolis betriebenen RB50-Linie („Der Lüner“). Rund 30 Fahrgäste strandeten am Dienstagabend, 4. Dezember, am Bahnhof Davensberg. Von hier sollte eigentlich der Schienenersatzverkehr nach Ascheberg fahren. Eigentlich. Stundenlang warteten die Fahrgäste vergeblich auf den Bus. Und das ohne jegliche Information. Ganz im Gegenteil.

Aus den Lautsprechern wurden die Fahrgäste gebeten, zum Schienenersatzverkehr, der unten vor dem Bahnhof abfährt, zu gehen. Das taten die Fahrgäste umgehend. Einen Bus auf dem überschaubaren Gelände an dem einzigen Bahnhofsausgang zu verpassen, ist quasi unmöglich. Umso unverständlicher scheint das Argument seitens der zuständigen Eurobahn gegenüber einem Fahrgast, der im Kundenservice angerufen hat. „Er hat gesagt, dass die Mitarbeiterin ihn allen ernstes gefragt habe, ob wir vielleicht zu langsam gegangen sind oder hier ein Kaffeekränzchen gemacht haben“, erzählt Stefanie Krampe aus Herbern, die ebenfalls unfreiwillig am Bahnhof in Davensberg feststeckte.

Informationen fehlen

Die 45-Jährige hatte sich im Vorfeld schon auf den Schienenersatzverkehr, der wegen Gleisarbeiten noch bis Samstag, 8. Dezember, gilt, eingestellt. „Ich habe auf die Uhr geschaut. Wir sind um 19.44 Uhr mit dem Zug in Davensberg angekommen. Der Bus sollte um 19.50 Uhr kommen“, erzählt die Herbernerin, die von Münster nach Ascheberg fahren wollte. Der Weg vom Gleis zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof ist schnell geschafft. Als sie dort mit anderen Fahrgästen am Dienstagabend wartete und sich auch nach 30 Minuten nichts tat, versuchte auch sie, Kontakt mit einem Mitarbeiter aufzunehmen.

Sie ging zur Infosäule am Bahnsteig. Erst sei die Leitung abgebrochen, dann meldete sich ein Mitarbeiter der Bahn mit der gleichzeitigen Bitte, sich an die Eurobahn zu wenden, schildert sie. „Die Nummer, die ich dann bekommen habe, war falsch“, erzählt Krampe. Kurz darauf bekam sie das Gespräch des anderen Fahrgastes mit der Eurobahn mit. Das Gespräch endete abrupt mit einem sehr verärgerten Fahrgast. Die Mitarbeiterin hat einfach aufgelegt, bekam Stefanie Krampe mit.

Gestrandete Personen müssen sich abholen lassen

„Das ist unglaublich. Es kann sein, dass mal etwas schiefgeht. Aber dass die Mitarbeiterin einfach auflegt und die Leute in der Dunkelheit stehen gelassen werden, geht gar nicht“, sagt die 45-Jährige. Weil gegen 20.30 Uhr immer noch kein Bus zu sehen war, ließ sich Stefanie Krampe von ihrem Mann abholen. Sie nahmen auch andere gestrandete Fahrgäste mit – darunter einen älteren Mann, „der kein Handy mit hatte und gar nicht wusste, wie er sonst nach Hause kommen sollte“, so Krampe. Auch andere Fahrgäste riefen daheim an, um sich abholen zu lassen.

Als wir die Pressestelle von Keolis, der Betreiber der Eurobahn, erreichten,

konnte die Sprecherin zu dem Sachverhalt noch keine Auskunft geben.

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