Corona-Einschulung an Marienschule Herbern hatte auch ihre Vorteile

rnSchulen in Herbern

Ungewohntes muss nicht immer schlecht sein: Dem Umstand, dass die i-Dötzchen der Marienschule in Herbern an zwei Tagen eingeschult wurden, konnten die Eltern etwas Positives abgewinnen.

Herbern

, 16.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Marienschule in Herbern wurden am Donnerstag (13.8.) und Freitag (14.8.) die neuen Erstklässler eingeschult. In vielen Belangen war es ein einmaliges Prozedere. Trotz der ungewöhnlichen Umstände waren Lehrer, Eltern und Schüler nachher zufrieden.

„Das Wetter hat an beiden Tagen mitgespielt. Deswegen konnten wir das Programm so durchführen, wie es geplant war“, sagt Schulleiterin Sabine Küter. „Die Eltern fanden es schön, dass es draußen stattgefunden hat.“

Die Klasse 1a auf dem Weg zu ihrer ersten Schulstunde in der Marien-Grundschule. Alles im gebührenden Corona-Abstand.

Die Klasse 1a auf dem Weg zu ihrer ersten Schulstunde in der Marien-Grundschule. Alles im gebührenden Corona-Abstand. © Mariengrundschule Herbern

Dadurch, dass die beiden ersten Klassen jeweils getrennt voneinander eingeschult wurden, hätten die Eltern die einzelnen, kleineren Feiern persönlicher gefunden. Nach dem ökumenischen Gottesdienst und der Begrüßung durch die Zweitklässler ging es für die i-Dötzchen zu ihrer ersten Unterrichtsstunde. Danach wurden sie von ihren Eltern empfangen.

Für die Klasse 1a, die bereits am Donnerstag eingeschult wurde, stand am Freitag dann der erste „richtige“ Schultag an. Für alle anderen Jahrgangsstufen ging die Schule bereits am Mittwoch (12.8.) wieder los.

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„Es war ein normaler erster Tag nach den Ferien. Der einzige Unterschied war, dass alle Kinder nach der Ankunft ihre Hände desinfizieren und sie sich schon vor dem Schulhof von ihren Eltern verabschieden mussten“, sagt Küter. Das gelte natürlich auch an allen anderen Tagen.

Negative Erlebnisse in Bezug auf die Maskenpflicht habe es auch noch nicht gegeben. Auch die neu eingeschulten Kinder würden diese ganz schnell akzeptieren und nicht mehr hinterfragen.

Maskengebot bereits vor den Ferien

„Ich bin erstaunt, was für ein Wissen die Erstklässler im Umgang mit Corona haben. Davon bin ich positiv überrascht. Hut ab!“, sagt die Schulleiterin. Für die Schüler der anderen Klassen habe es bereits vor den Sommerferien ein Maskengebot an der Marienschule gegeben.

Dass die Kinder nach den Ferien die Maske auch auf dem Schulhof tragen müssten und dadurch beim Spielen miteinander nicht die Mimik zu erkennen sei, führe laut Küter nicht zu Problemen untereinander. Im Unterricht dürften sie die ja absetzen und würden sich in dem Rahmen besser kennenlernen.

Die Schüler dürfen sich draußen zwar frei bewegen, aber es machen jeweils nur die Jahrgangsstufen eins und zwei sowie drei und vier zusammen Pause. „Natürlich sind die Erstklässler erst einmal zurückhaltender, außer sie kennen bereits jemanden aus der zweiten Klasse, aber das ist normal“, sagt die Schulleiterin.

Der Problematik, dass es durch nicht zu erkennende Mimik zu Verständnisproblemen kommen könnte oder die Eingewöhnung schwerer falle, wirkten manche Lehrer durch das Tragen eines Schutzvisieres entgegen. „Uns ist die Wichtigkeit der Mimik klar“ betont Küter.

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