Coronavirus in Ascheberg offiziell bestätigt: Ganze Familie soll unter Quarantäne stehen

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Coronavirus in Ascheberg: Die Kreisverwaltung bestätigt nun, dass es Infizierte in der Gemeinde Ascheberg gibt. Darunter könnte eine Familie sein - mit Verbindung nach Olfen.

Ascheberg

, 06.03.2020, 12:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat in dieser Woche auch die Gemeinde Ascheberg erreicht. Nach dem Verdachtsfall an der Lambertusschule in Ascheberg - hier soll ein Mitarbeiter womöglich infiziert sein - wurden nun weitere Verdachtsfälle bekannt. Demnach besteht der Verdacht, dass sich eine ganze Familie mit der gefährlichen Covid-19-Erkrankung infiziert haben könnte. Sie befindet sich unter häuslicher Quarantäne.

Kontakt mit erstinfiziertem Mann aus Senden

Der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht bei der Familie aus Davensberg, weil sie mit dem erstinfizierten Mann aus Senden in Kontakt stand. Die Familie aus Davensberg soll eine berufliche Verbindung nach Ascheberg und Olfen haben. Die Kinder sollen auf die Marienschule in Münster gehen. Diese wird für 14 Tage geschlossen.

Die Kreisverwaltung Coesfeld rief am Freitagmorgen eine Krisensitzung mit den zuständigen Behörden der Gemeinden zur Entwicklung des Coronavirus ein. Da wurde nun bekannt, dass es einen weiteren Infizierten gibt (Stand 6. März, 17 Uhr). Damit sind nun 15 Personen im Kreis nachweislich erkrankt. Dabei handelt es sich laut Christoph Hüsing, Pressesprecher des Kreises Coesfeld, um eine Kontaktperson des ersten Infizierten aus Senden.

Freundes- und Familienkreis untersucht

Alle Ansteckungen haben demnach in Senden stattgefunden. Ob sich hier die Familie aus Davensberg angesteckt haben könnte, bestätigte Hüsing aus Datenschutzgründen nicht. Dass es Infizierte mit dem Coronavirus in Ascheberg gibt, wurde am Freitagnachmittag aber offiziell bestätigt. „Wir fokussieren uns bei den Verdachtsfällen auf den Freundes- und Familienkreis des Infizierten aus Senden. Auch berufliche Verbindungen werden überprüft“, erklärt Hüsing. Er berichtet auch, dass sich unter den 15 Infizierten ein Haushalt mit mehreren Betroffenen befindet.

Verdacht an Lambertusschule in Ascheberg

Im Laufe des Freitags konnte man für die Lambertusschule in Ascheberg Entwarnung geben. Hier bestand zunächst der Verdacht, dass ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert ist. Einige Kinder, die mit dem Mann in Kontakt standen, blieben deshalb am Freitag daheim. Für die Kinder würde aber keine Ansteckungsgefahr bestehen, hieß es. Am Montag, 9. März, können alle Kinder wie gewohnt zur Schule gehen.

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