Das Glasfasernetz für Ascheberg rückt näher

Bürger bauen selbst

Bürger der Osterbauer in Ascheberg haben am Mittwoch den nächsten Schritt zu schnellem Internet gemacht. Mehr als 100 Interessenten besuchten die Infoveranstaltung „Glasfaser für die Osterbauer“ im Bürgerforum des Rathauses. Die Bürger müssen nun selbst Hand anlegen.

ASCHEBERG

von Till Krause

, 29.07.2016, 05:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Glasfasernetz für Ascheberg rückt näher

Das Bürgerforum im Rathaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Manche Besucher mussten sogar stehen oder sich auf die Tische setzten.

„Seit 2015 arbeiten wir nun an diesem Projekt und haben immer wieder Nackenschläge bekommen. Jetzt können wir endlich etwas präsentieren, das Perspektive hat“, sagte Ulrich Wacker, einer der Initiatoren des Projekts, einleitend.

Geplant ist eine Solidargemeinschaft, der alle Osterbauer, die Interesse an einem Glasfaser-Anschluss haben, beitreten. Diese Gemeinschaft verlegt dann selbstständig Leerrohre mit Hilfe von Traktor und Kabelpflug. „Wer nicht in der Lage ist, bei den Bauarbeiten zu helfen, kann zum Beispiel auch für die Verpflegung sorgen“, erklärte Ulrich Wacker.

Firma kümmert sich um die Anschlüsse

Um die Kosten der Verlegung der Leerrohre zu decken, müssen für jedes Haus 570 Euro Buddelkosten in eine Gemeinschaftskasse gezahlt werden.

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Nach der Verlegung des Leerrohrs beginnt dann die Muenet GmbH mit ihrer Arbeit. „Wir blasen die Glasfaserkabel in die Leerrohre ein und binden die Anschlüsse der einzelnen Haushalte ans Netz an“, erklärte Patrick Nettels, Geschäftsführer der Muenet GmbH. Dafür müssen 1.400 Euro pro Anschluss an die Muenet GmbH gezahlt werden.

Entscheidung bis zum 30. August

Entscheiden sich 70 Prozent oder mehr bis zum 30. August für einen Glasfaser-Anschluss, können die Bauarbeiten beginnen. Ende des Jahres könnten dann bereits die ersten Verbraucher in den Genuss von schnellem Internet kommen, so Nettels.

Dass es klappen kann, haben einige Gemeinden in der Vergangenheit bewiesen. So auch Alfons Schräder in Senden, der am Donnerstag von seinem Glasfaser-Projekt dort berichtete. Ein Zuschauer abschließend: „Wir haben eine einmalige Chance.“ Viele applaudierten. 

Zahlen, Daten, Fakten
100-Mbit-Internet im Up- und Download und ein Telefon-Anschluss kosten 59 Euro im Monat.
50-Mbit-Internet im Up- und Download und ein Telefon Anschluss kosten 45 Euro im Monat.
Ungefähr 1 Cent kostet eine Minute ins deutsche Festnetz, 10 Cent ins Mobilfunknetz.
36 Kilometer Kabel müssen verlegt werden.
Bei 121 unterschriebenen Verträgen wird gestartet.

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