Der Abriss von Haus Geismann hat begonnen

Wohnungen werden gebaut

Vor gut zwei Jahren hat Cilly Geismann in Aschebergs letzter Bierkneipe das letzte Pils gezapft. Seit vergangener Woche nun rückt das unwiderrufliche Ende des Hauses näher. Wo dann einst Haus Geismann stand, entstehen Wohnungen im Bulten-Karree.

ASCHEBERG

, 08.11.2016, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Haus Geismann“ steht zwar noch Schwarz auf Weiß über der Eingangstür. Aber darüber gähnen bereits leere Fensterhöhlen. Das Abrissunternehmen Wellering hat mit dem Ausschlachten des verschachtelten Gebäudekomplexes im Dreieck Bultenstraße/Biete/Düstere Kammer begonnen.

Teppiche, Holz, Metalle, Kabel – die Arbeiter reißen alles heraus und sammeln die Wertstoffe separat. „Erst sind wir drinnen tätig, nächste Woche kommt dann der Abrissbagger“, sagt Arbeiter Michal Okapiec. Er verschraubt gerade den Absperrzaun zur Bultenstraße und zur Biete. Auch ein Teil des Daches ist bereits abgedeckt. Zudem musste die alte Linde an der Biete weichen. Erste Wände sind eingerissen.

Geismanns verabschiedeten sich nach 32 Jahren

32 Jahre führten Cilly und Willi Geismann ihr Lokal an der Bultenstraße. Cilly Geismann sagte damals über den Abschied: „Ich möchte mehr Zeit für mein Enkelkind und die Familie haben.“ Nach dem Ende des Gaststättenbetriebes diente die Immobilie eine Zeit als Flüchtlingsunterkunft. Zum Schluss stand sie leer.

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Nun hat zumindest das Gelände eine neue Zukunft. Denn Bauherr PST-Bau lässt auf dem Areal das sogenannte Bulten-Karree errichten. Die Vermarktung durch die Firma Grünewald&Niesing Immobilien hat bereits begonnen. „Es gibt schon etliche Interessenten“, sagt Firmenvertreterin Annette Dammann-Surmann auf Anfrage. Darunter auch Investoren, die ihr Geld in Immobilien anlegen möchten und die Wohnung weitervermieten. Etwa drei Wochen dürfte der Abriss insgesamt dauern.

Ein genauer Baubeginn steht momentan noch nicht fest, aber wahrscheinlich wartet der Bauherr den Winter ab und „wir starten im Frühjahr oder Sommer“, vermutet Annette Dammann-Surmann. Die Bauzeit ist mit anderthalb bis zwei Jahren veranschlagt.

Das ist das „Bulten-Karree“
Geplant sind 18 exklusive Eigentumswohnungen.Die Wohnungsgrößen reichen von 54 bis 130 Quadratmeter.
Alle Wohnungen sind altengerecht ausgerüstet. Die Räume haben zum Teil bodentiefe Fenster und sollen dadurch hell und lichtdurchflutet sein. Zur gehobenen Ausstattung gehören Aufzüge und eine Tiefgarage.
Zu jeder Wohnung hat das Architekturbüro Ars Balkon, Loggia oder Terrasse vorgesehen.

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