Der "Wolfsjäger" in Herbern hat einen neuen Chef

Hotel und Restaurant

Nach mehr als 40 Jahren gibt Gastronom Heiner Hammwöhner das Zepter aus der Hand. Der Inhaber des Hotel-Restaurants „Zum Wolfsjäger“ an der Südstraße 36 in Herbern zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück. Der Betrieb bleibt allerdings in Familienhand: Sohn Georg tritt in die Fußstapfen seines Vaters.

HERBERN

01.06.2016, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die erste Mitarbeitergarde ist bei Hammwöhners immer noch am Start. Während Gabi (3.v.r.) und Heiner Hammwöhner (4.v.r.) nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen, arbeiten die Mitarbeiter nun unter Theresa (2.v.r.) und Georg Hammwöhner (r.) weiter.

Die erste Mitarbeitergarde ist bei Hammwöhners immer noch am Start. Während Gabi (3.v.r.) und Heiner Hammwöhner (4.v.r.) nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen, arbeiten die Mitarbeiter nun unter Theresa (2.v.r.) und Georg Hammwöhner (r.) weiter.

In seinen Wanderjahren hat Georg Hammwöhner alles gesehen. Nun kann der 28-jährige Koch höchst kreativ zu Werke schreiten, wenn er am 1. Juni das Amt seines Vaters Heiner antritt. Denn gemeinsam mit seiner Schwester Theresa führt er nun das Hotel-Restaurant Wolfsjäger weiter.

Hotelfachfrau Teresa ist bereits im Januar 2012 mit in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Da war ihr Bruder noch in der Weltgeschichte unterwegs. Wohlgemerkt auf Anraten seines Vaters Heiner. „Mein Vater hat damals zu mir gesagt: Junge, wenn du eine Ausbildung als Koch anstrebst, dann gehst du weg von zu Hause, um Erfahrungen zu sammeln“, erzählt der 28-Jährige, der wie seine Schwester auch staatlich geprüfter Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie ist. Das hat Georg getan. Doch nun sind seine Wanderjahre vorbei.

Westfälische Küche

Er hat in vielen Töpfen gerührt, noch mehr Erfahrungen gesammelt und – wie er zugibt – ganz viel gesehen. Somit ist er bestens gerüstet für seinen neuen Schritt. Einer, der ihn wieder nach Hause geführt hat zurück zu den Wurzeln. Und dort will er auf gar keinen Fall alles „umkrempeln“. „Nein“, sagt er, „wir sind hier bekannt für unsere bodenständige westfälische Küche“.

Doch diese möchte er ein wenig aufpeppen, mit Einflüssen aus aller Welt. Die können mal mediterran, mal französisch, durchaus auch mal asiatisch daherkommen. Schließlich lässt sich mit den entsprechenden Gewürzen und Zutaten so allerhand zaubern. Die nächsten Tage will Georg sich erst einmal intensiv der Küche widmen.

40 Jahre hart gearbeitet

Sein Vater Heiner und seine Mutter Gabi hingegen genießen ihren wohlverdienten Ruhestand. Immerhin haben sie über 40 Jahre hart gearbeitet und dem „Wolfsjäger“ ihren Stempel aufgedrückt und es zu dem gemacht, was es heute ist.

Heiner Hammwöhner hat den Betrieb 1973 von seinem Vater Theo übernommen, nach der Heirat 1978 stieg Gabi mit ein. Besonders stolz sind die beiden auf ihren langjährigen Mitarbeiterstamm. Insgesamt sorgt ein rund 20-köpfiges Team für das Wohlergehen der Gäste. Gisela Bruhland, Ingrid Brochtrop, Bernadette Stratmann, Toni Billermann, Margarethe Krampe, Eva Kluger, Marc Res und Sivasothy Shanmugalingam allerdings sind schon viele Jahre dabei.

Von ihnen verabschiedeten sich Heiner und Gabi persönlich mit einer kleinen Feierstunde. Und während sie sich nun den Enkeln widmen, rührt Georg mit viel Elan und Kreativität in den heimischen Töpfen und tritt mit seiner Schwester Teresa das Erbe der Eltern in der nunmehr vierten Generation an.

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