In Zeiten des Coronavirus bekommt der Schädlingsbekämpfer eine ganz neue Bedeutung

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Bei einer Schädlingsbekämpfungsfirma denkt man an lästige Kleintiere, die entfernt werden müssen. Aber durch das Coronavirus werden für das Unternehmen Angelkort andere Aufgaben wichtiger.

22.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schädlingsbekämpfung Angelkort in Herbern hat in diesen Tagen gut zu tun. Der Grund ist das Coronavirus. Andere Einsätze, die zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden könnten, würden deshalb in der jetzigen Situation verschoben werden, so Monika Angelkort, Geschäftsführerin.

„Wir beurteilen die Lage im Moment täglich neu. Wir haben noch keine Engpässe bei den Mitarbeitern, aber die Vorsichtsmaßnahmen müssen natürlich alle eingehalten werden.“

Desinfektionen gegen die Coronaviren

Eine Maßnahme ist, dass die Mitarbeiter nur noch einzeln zu den Kunden raus fahren dürfen. Zeiten werden verschoben, sodass sich die Mitarbeiter zurück im Unternehmen nicht begegnen.

Die Mitarbeiter selbst seien auch gut mit Desinfektionsmittel und Handschuhen versorgt. In ihrem Unternehmen sei es so, dass immer auf Abstand geblieben werde und regelmäßiges Händewaschen auf dem Plan steht, sagt die Geschäftsführerin.

„Wir führen auch Desinfektionen für unsere Kunden durch. Das könnte in der Zeit von Corona zum Beispiel ein Altenheimzimmer sein“, sagt Angelkort.

Wenn ein infizierter Bewohner verlegt werden müsste, sorge ihre Firma dafür, dass alle Viren aus dem Zimmer entfernt werden, sagt Angelkort. „Die Coronaviren können auf Oberflächen bis zu fünf Stunden überleben“, weiß die Geschäftsführerin. Ein Szenario, das in nächster Zeit auf den Betrieb zukommen könnte, ist das Desinfizieren von Polizeiwagen oder Polizeistationen.

Anderes Verhalten auch zu Kunden

„Die Polizei hat schon bei uns angefragt, ob wir genügend Desinfektionsmittel parat hätten.“ Zurzeit hätte sie da keine Sorgen. Andere Maßnahmen zur Bekämpfung der hartnäckigen Viren wäre zum Beispiel mit Wasserstoffperoxid und Hitze.

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In Innenräume würde zur Zeit wenig bis gar nicht gearbeitet, sagt Angelkort. Und neue Aufträge in geschlossenen Räumen würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Das Unternehmen arbeitet für Kunden von Osnabrück bis nach Köln. „Es kommen jetzt vermehrt Schreiben von Firmen rein, die für unsere Mitarbeiter extra Anweisungen für Sicherheitsmaßnahmen bereitstellen“, sagt Angelkort.

Es ist eben auch hier ein anderes Arbeiten. Auch das Unterschreiben von Verträgen mit dem Kugelschreiber wird zurzeit anders geregelt.

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