Die Aufgaben der Ascheberger Flüchtlingshilfe

Bericht im Sozialausschuss

Wie Flüchtlinge noch besser willkommen geheißen und integriert werden können, wurde im Sozialausschuss am Dienstag in Ascheberg besprochen. Neben Sozialarbeitern engagieren sich zurzeit 70 ehrenamtliche Helfer bei der Flüchtingshilfe. Dabei kommen viele Herausforderungen auf sie zu.

ASCHEBERG

, 02.12.2015, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hannes Jung hat im Sozialausschuss der Gemeinde Ascheberg von seinen Aufgaben in der Flüchtlingshilfe berichtet.

Hannes Jung hat im Sozialausschuss der Gemeinde Ascheberg von seinen Aufgaben in der Flüchtlingshilfe berichtet.

„Ich versuche, in allem Lebenslagen zu helfen“, beschrieb Sozialarbeiter Hannes Jung am Dienstag im Sozialausschuss seine Aufgaben. Auch die Flüchtlingshilfe St. Lambertus stellte ihre Arbeit vor.

Die Ausschussmitglieder stellten den Gästen praktische Fragen: Was ihre Aufgaben seien, wie sie mit den Flüchtlingen kommunizieren, wo noch Hilfe gebraucht wird, was gut funktioniert und was nicht.

Hannes Jung ist seit sechs Wochen für die Flüchtlinge in Ascheberg zuständig. Sein Aufgabenfeld ist groß, vor allem sei er aber „Schnittstelle zwischen Ehrenamt und Gemeinde“, so Jung. Als Ansprechpartner kommen Flüchtlinge zu ihm, wenn sie Fragen oder Probleme haben, zum Beispiel beim Kontakt zu Behörden.

Die Grundlage der Integration: 

„Im Moment bin ich aber vor allem damit beschäftigt, Sprachkurse zu organisieren.“ Diese seien für die Integration besonders wichtig, sagt auch Maria Schumacher von der Flüchtlingshilfe St. Lambertus. Derzeit leiten 15 ehrenamtliche Sprachpaten Deutschkurse. „Das ist auf ganz niedrigem Niveau, aber eine gute Vorbereitung auf die Kurse der Agentur für Arbeit oder der VHS“, so Schumacher.

Für die Flüchtlingshilfe engagieren sich zurzeit etwa 70 Personen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, „die Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen die deutsche Kultur näher zu bringen“. Die Erfahrungen der Helfer seien dabei „fast ausschließlich positiv“.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich von der Arbeit der Gäste beeindruckt. „Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag“, hieß es aus ihren Reihen. Doch auch über die Herausforderungen, die wegen der steigenden Flüchtlingszahlen auf die Gemeinde zukommen, wurden besprochen.

Wie viele Flüchtlinge erwartet die Gemeinde?

Bisher habe noch keine Schule Auffangklassen bilden müssen, sagt Helmut Sunderhaus, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales der Stadt. Auch die Kita-Plätze sollten reichen, doch „die Lage ändert sich täglich“, sagt Sunderhaus. Deshalb sei es schwierig, langfristig zu planen. Vor allem bei der Finanzierung.

„Offiziell haben wir noch keine Mitteilung vom Land über den finanziellen Ausgleich bekommen." Für das Jahr 2015 gab es eine Nachzahlung von 590.000 Euro an die Gemeinde. Für 2016 wurden vom Land zusätzlich 1,5 Millionen Euro versprochen. „Inwieweit das die Kosten deckt, wissen wir nicht“, sagt Sunderhaus. Bis Ende des Jahres erwartet die Gemeinde 40 weitere Flüchtlinge.