Die Profilschule bereitet sich auf einen ungewöhnlichen Schulstart vor

rnNach den Sommerferien

Auf die Schüler der Profilschule kommen zum Schulstart neben der Maskenpflicht viele ungewohnte Regeln zu. Auch die Einschulung der Fünftklässler läuft anders ab, als bisher.

Herbern, Ascheberg

, 11.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch (12.8.) geht die Schule wieder los. Auch nach den Sommerferien spielen die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine große Rolle im Schulalltag. Allerdings findet wieder Präsenzunterricht statt. Das solle laut Jens Dunkel, Schulleiter der Profilschule mit Standorten in Herbern und Ascheberg so bleiben.

„Deswegen wollen wir für einen möglichst sicheren Schulbetrieb sorgen“, sagt Dunkel. Dass die Schüler die Corona-Schutzregeln verantwortungsvoll einhalten könnten, hätten sie vor den Ferien bereits gezeigt.

Jens Dunkel ist Schulleiter der Profilschule.

Jens Dunkel ist Schulleiter der Profilschule. © Vanessa Trinkwald (A)

Zu der Zeit konnte allerdings von Regel-Schulbetrieb noch nicht die Rede sein. Jetzt, wo alle Kinder wieder in die Schule kommen können, muss auf die Einhaltung der Vorgaben von mehreren hundert Schülern geachtet werden. Vor allem die Kontrolle der Maskenpflicht könnte viele Schulen vor eine große Aufgabe stellen.

Der Schulleiter hält die strikten Regeln aber für notwendig. „Ich bin kein Mediziner oder Virologe und vertraue denen bei ihren Einschätzungen“, sagt er. „Besonders in Zeiten von Urlaubsrückkehrern und steigenden Fallzahlen halte ich das für wichtig.“

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Beim Sport und zum Essen dürften die Schüler die Masken absetzen. Sonst herrsche im Schulgebäude überall Maskenpflicht. Im Sportunterricht werde auf Kontaktsportarten verzichtet, zudem solle er möglichst im Freien stattfinden.

Aber wie sieht das mit Kindern aus, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können? „Da muss individuell entschieden werden, ob ein Schulbesuch möglich ist“, sagt Dunkel. „Falls nicht, wird auf Home Schooling zurückgegriffen.“ Die Lehrer würden deswegen extra Fortbildungen für Videokonferenzen machen.

Jahrgangsstufen werden voneinander getrennt

Um die Schüler, die in die Profilschule kommen können, auf dem Gelände besser zu trennen, gibt es auf dem Pausenhof für jede Jahrgangsstufe einen bestimmten, gekennzeichneten Bereich, in dem sie sich aufhalten müssen. Dazu werden die Pausenzeiten in der Mensa flexibel gestaltet und auch dort sollen die Stufen unter sich bleiben.

Für den Weg in das und aus dem Schulgebäude hat jede Stufe einen bestimmten Eingang, um zu große Ansammlungen von Kindern zu verhindern. Das sei laut Dunkel dank der baulichen Gegebenheiten der Schule gut umzusetzen.

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Im Gebäude gibt es in jedem Fachraum Desinfektionsmöglichkeiten. Um das Infektionsrisiko weiter zu minimieren, wird in den Pausen gelüftet. Bei den Schulzeiten gibt es keine Änderungen. Auch zusätzliche Linienbusse, mit denen die Schüler vor und nach der Schule fahren könnten, wird es nicht geben.

Zum Glück für den Schulleiter gibt es bei den Lehrkräften keine Ausfälle wegen der Zugehörigkeit zu einer Corona-Risikogruppe oder anderen gesundheitlichen Gründen. Deswegen könne der 52-Jährige auf nahezu 100 Prozent der Lehrerschaft zurückgreifen.

Klassen werden einzeln eingeschult

Damit werden die neuen Fünftklässler, die neu auf die Profilschule am Standort Ascheberg kommen, gleich alle ihre neuen Lehrer kennenlernen. Bei der „Einschulung“ der Kinder unterscheidet sich aber trotzdem viel zu den vorigen Jahrgängen.

So wird es dieses Jahr für jede der drei neuen fünften Klassen ein individuelles Programm zu anderen Zeiten mit einzelnen Gottesdiensten und Begrüßungen geben. Der Gottesdienst findet in der Kirche unter den dort gegebenen Hygienebedingungen statt. Die Begrüßung wird dagegen nach draußen verlegt.

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Begleitet dürfen die Kinder dabei nur zwei Personen. Trotz aller Einschränkungen möchte Dunkel den Schülern den bestmöglichen Einstand ermöglichen. „Sie werden nur einmal eingeschult“, sagt er.

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