Diensträder auf Pump sind sehr gefragt, wenn auch nicht für jeden Mitarbeiter

rnDienstrad auf Pump

Etwas Gutes für die Gesundheit und Umwelt tun: Diese Idee steckt hinter dem Leasing von Dienstfahrrädern. Auch in Herbern haben viele Mitarbeiter schon Diensträder im Fachhandel bestellt.

Herbern

, 23.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Immer mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ein Dienstrad zu mieten. Dabei arbeiten die Unternehmen mit lokalen Händlern zusammen. Auf diese Weise lassen sich neue Fahrräder – meistens Pedelecs – günstig finanzieren. Auch in Herbern haben bereits viele Mitarbeiter über das Firmenleasing neue Räder gekauft.

Pedelecs und E-Bikes gefragt

Zweirad Hölscher an der Bernhardstraße in Herbern ist schon seit längerer Zeit als Leasingpartner tätig. Gemeinsam mit der Firma „Lease a bike“ konnten so schon viele Fahrräder vermietet werden. Mit welchen Firmen er zusammenarbeitet, verrät Stefan Hölscher, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts, allerdings nicht.

Nur so viel: Eine dreistellige Anzahl an Rädern haben er und sein Team schon vermietet. Dabei sind es – bis auf einige wenige Ausnahmen – Pedelecs oder E-Bikes, wie Hölscher erzählt.

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Verrechnung mit dem Bruttolohn

Die Monatsmiete für das Dienstrad, das natürlich auch in der Freizeit genutzt werden kann, ist dabei individuell unterschiedlich. Steuerklasse, Gehaltshöhe, Versicherungshöhe sind etwa Faktoren, die die Miethöhe beeinflussen können.

Der Anschaffungspreis des Rades wird dann mit einem Prozent des Bruttolohns versteuert. Und seit März 2019 gilt sogar die Regelung, dass nur noch der halbierte Neupreis des Rads versteuert werden muss.

Auch Partner können sparen

Die Mitarbeiter leasen das neue Rad in der Regel drei Jahre lang. Danach gibt es die Möglichkeit, das Fahrrad durch eine Restzahlung zu kaufen. Auch für Selbstständige gilt dieses Angebot. Bislang habe er aber noch keinem selbstständig Beschäftigten ein Rad vermietet, erzählt Hölscher.

Meistens sei es günstiger, etwa über die angestellte Ehefrau ein Rad zu leasen. Denn in den meisten Fällen bieten die Firmen nicht nur für den Mitarbeiter, sondern zusätzlich für den Partner oder die Partnerin ein Leasingrad an.

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Nicht für jeden Mitarbeiter lukrativ

Manche Kunden hätten sich allerdings gegen ein Leasing entschieden, „weil es sich nicht gelohnt hat“, sagt Hölscher. So sei ein Bike-Leasing vor allem für Angestellte in Steuerklasse 1 und 5 interessant. Rund 20 Prozent könne man laut Hölscher in diesem Fall bei der Anschaffung eines Rads sparen. Zusätzlich können Mitarbeiter auch bei den Kosten in der Wartung, im Service oder bei Ersatzteilen sparen.

Bei Zweirad Hölscher haben laut Stefan Hölscher nicht nur Bürger aus Herbern oder Ascheberg von dem Angebot Gebrauch gemacht. Er hat auch Kunden aus Werne, Hamm oder Senden, die über das Mitarbeiter-Leasing ein neues Rad bei ihm abgeholt haben. Generell erkundigen sich mittlerweile viele Kunden rund um das Thema Dienstrad-Leasing, erzählt Hölscher.

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