Doch kein Aus für die Burg-Schule Davensberg?

Neue Pläne

Die Burg-Schule in Davensberg hat im Sommer 2017 die letzte Klasse verabschiedet - nun feiert sie womöglich ein Comeback: Der Ratsbeschluss zur Schließung der Förderschule wurde aufgehoben. Hintergrund: Die neue schwarz-gelbe Landesregierung scheint die Schullandschaft anders gestalten zu wollen als ihr Vorgänger.

ASCHEBERG

, 28.07.2017, 14:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Doch kein Aus für die Burg-Schule Davensberg?

Die Burg-Schule hatte im Juni ihre letzten Schüler verabschiedet – möglich, dass der Betrieb nun doch, mit einem Jahr Pause, fortgesetzt wird.

Fachbereichsleiter Klaus van Roje in Vertretung von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus sowie CDU-Ratsmitglied Ludger Wobbe haben per Dringlichkeitsentscheidung den Ratsbeschluss zur Schließung der Förderschule aufgehoben.

Anlass sind die Änderungen bei der „strategischen Ausrichtung zu den Förderschulen in NRW“ durch die neue Landesregierung, wie die Gemeindeverwaltung am Freitag mitteilte. Fachbereichsleiterin Anne Markfort ergänzte auf Anfrage unserer Redaktion: „Es gab vom Städte- und Gemeindebund den Hinweis, dass entsprechende Entscheidung schnellstmöglich getroffen werden sollten, wenn der Schulträger die Weiterführung einer Förderschule wünscht.“

Bezirksregierung muss entscheiden

Und das ist in Ascheberg der Fall – erst recht seitdem feststeht, dass die Förderschule des Kreises Coesfeld von Lüdinghausen nach Nottuln umziehen wird. „Das hat für viele Fragezeichen im Südkreis gesorgt“, so Markfort. Möglich, dass nun also ein Ausrufezeichen hinzukommt – die notwendige Einigkeit mit dem Förderschulausschuss, an dem auch die Gemeinde Senden und die Stadt Lüdinghausen beteiligt sind, ist bereits erzielt.

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Das – vorerst – letzte Wort hat die Bezirksregierung Münster. An die musste die Gemeinde Ascheberg bis spätestens Montag, 31. Juli, also dem offiziellen Ende des Schuljahres, den Antrag auf Weiterführung der Burg-Schule stellen.

„Deshalb war auch die Dringlichkeitsentscheidung notwendig, die natürlich auch nochmal in die nächste Ratssitzung im Oktober geht“, sagt Markfort.

Vereine wollten Gebäude nutzen

Hätte das nicht geklappt, wäre der Gemeinde nur der Antrag auf die Neueröffnung einer Förderschule geblieben. So bestünde aber die Chance, die Burgschule zum Beisüpiel nach einem Schuljahr Pause 2018/19 wieder ihren operativen Betrieb mit zwei Jahrgängen aufnimmt und dann „sukzessive vollständig aufgebaut wird“.

Solange das Verfahren in der Schwebe ist, wird auch das Projekt zur Nachnutzung der Burg-Schule ruhen. Hier hatten Davensberger Vereine bereits ihren Raumbedarf formuliert – nun bleibt anzuwarten, ob nicht doch wieder Schüler und Lehrer das Gebäude nutzen. 

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