Drei Betriebe im Kreis vorsichtshalber gesperrt

Dioxin-Skandal

Der Skandal um mit Dioxin verseuchte Futtermittel könnte jetzt auch den Kreis Coesfeld erreicht haben. Drei landwirtschaftliche Betriebe wurden nach Angaben der Kreispressestelle gesperrt. Wie sieht es in Herbern aus?

HERBERN

von Von Arndt Brede

, 04.01.2011, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herberner Schweinmastbetriebe sind nicht vom Dioxin-Skandal betroffen.

Herberner Schweinmastbetriebe sind nicht vom Dioxin-Skandal betroffen.

Die heimischen Landwirte sehen das Vertrauen der Verbraucher gefährdet. Umso klarer die Worte der landwirtschaftlichen Unternehmerin Regina Selhorst, selbst Chefin eines Herberner Schweinemastbetriebes: „Die Problematik betrifft ja die Fertigfuttermischungen. Wir müssen jeden Lieferschein zehn Jahre aufbewahren. Auf dem Schein stehen genaue Zusammensetzungsanalysen. Wir haben Vertrauen in die Futtermittelhersteller und -lieferanten. Das schützt uns aber nicht vor eventuellen kriminellen Machenschaften.“   Sie schlägt vor, Mischfutterwerke und Futtermittelhersteller engmaschiger zu kontrollieren. „Und im Übrigen stellen viele der heimischen Landwirte ihr Futter selber her. Das, was in die Silos kommt, holen wir selbst vom Acker. Wir wissen also, was drin ist.“ Zurzeit sieht Regina Selhorst keinen akuten Handlungsbedarf von Seiten der Herberner Landwirte. Außer vielleicht, „dass jeder Landwirt noch mal genau kontrollieren sollte, welches Futter er bekommt.“ Ansonsten könnten die Verbraucher Vertrauen haben, dass die Landwirte auf Qualität setzen und nicht bewusst dioxinbelastete Stoffe einsetzen.