Drei Verletzte bei Wohnungsbrand in Herbern

Rauchgasvergiftung

Bei einem Wohnungsbrand in Horn wurden am späten Mittwochabend drei Personen, darunter zwei Kinder, verletzt. Aus bislang ungeklärter Ursache war eine Dunstabzugshaube in Brand geraten. Die 43 Jahre alte Mutter bemerkte den Brandgeruch, zu diesem Zeitpunkt hatte sich jedoch in der ganzen Wohnung schon dichter, schwarzer Qualm verbreitet. Ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Herbern sagte am Donnerstag: "Die Leute hatten Glück."

HERBERN

, 05.03.2015, 09:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Dunstabzugshaube in der Küche des Zweifamilienhauses an der Werner Straße war in Brand geraten.

Eine Dunstabzugshaube in der Küche des Zweifamilienhauses an der Werner Straße war in Brand geraten.

Um 23.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte zum Brandort, einem Zweifamilienhaus an der Horn-Werner Straße, gerufen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die fünf Bewohner bereits ins Freie gerettet. Neben der 43-jährigen Mutter und ihren Kindern lebten noch die Eltern der Frau im Haus. Bis auf die 43-Jährige hatten alle schon geschlafen, sie wurden von der Frau geweckt.

"Als wir eintrafen, schlug uns schwarzer Rauch entgegen", erzählt Feuerwehr-Sprecher Lothar Sendermann. "Wir konnten uns nur auf dem Boden kriechend vortasten." Als Brandursache machten die Einsatzkräfte die Dunstabzugshaube in der Küche aus. "Die bestand aus Kunststoff und kokelte vor sich hin", so Sendermann. "In so einem Fall dauert es nur drei bis acht Minuten, bis die Wohnung komplett verqualmt ist."

Noch einmal zurück, um Hunde zu retten

In dem Haushalt lebten zudem drei Hunde. Um diese zu retten, seien die 43-Jährige und ihre Kinder noch einmal in die Wohnung zurück gekehrt, bevor die Feuerwehr am Brandort war. "Das ist wohl auch der Grund, weswegen sie mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden mussten", sagte Sendermann. Die Tiere haben das Unglück unbeschadet überstanden.

Die Wohnung an der Horn-Werner Straße ist vorerst nicht bewohnbar. "Sie ist komplett mit Ruß bedeckt", erklärte der Feuerwehrsprecher. 

Dass alles glimpflich abgelaufen ist, sei einzig der Tatsache geschuldet, dass die 43-jährige Mutter noch nicht geschlafen habe, so Sendermann. "Hier kann man erneut an die Notwendigkeit von Rauchmeldern erinnern."