Einblicke in den Rittersaal im Schloss Itlingen

Tag des offenen Denkmals

Das Schloss Itlingen in Herbern öffnet am 10. September seine Tore - unter dem Motto: "Macht und Pracht". Auch die St. Lambertus Kirche in Ascheberg ist bei der Aktion "Tag des offenen Denkmals" dabei - zum ersten Mal. Schwerpunktthemen sind der Westturm und das Altarbild der Kirche.

ASCHEBERG/HERBERN

, 24.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Einblicke in den Rittersaal im Schloss Itlingen

Pastoralreferent Ralf Wehrmann wirbt für den "Tag des offenen Denkmals", an dem sich auch die Lambertus-Kirche in Ascheberg beteiligt.

Alljährlich beteiligt sich der Heimatverein Herbern am Tag des offenen Denkmals. In diesem Jahr lautet das Motto „Macht und Pracht“ – und passend dazu öffnet Freiherr von Nagel die prächtigen Türen von Schloss Itlingen.

Haus Itlingen ist ein Kleinod unter den westfälischen Wasserschlössern und für Schlaun-Fans etwas Besonderes. Der Baumeister Johann Conrad Schlaun entwarf im Stil des Westfälischen Barock Residenzen, Jagdschlösser, Stadthäuser, Kirchen und ganze Städte (Nottuln). Schlauns Markenzeichen war die immer wieder verwandte Kombination von Sandstein mit rotem Klinker und weißen, mehrfach unterteilten Fenstern.

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Anwesen diente als TV-Kulisse

Der bereits im 14. Jahrhundert erwähnten Burg gab der berühmte Baumeister Johann Conrad Schlaun im 18. Jahrhundert die bestehende Hufeisenform. Heute befindet sich das Schlossgut im Besitz der Familie Hermann Freiherr von Nagel. Das Anwesen wird als Gestüt genutzt und diente schon als Kulisse für TV-Serien wie „Rivalen der Rennbahn“ und „Alles Glück dieser Erde“.

Zu besichtigen sein werden am Tag des Denkmals der Eingangsbereich und der Rittersaal mit der bemerkenswerten Stuckdecke sowie die Schlosskapelle aus dem 17. Jahrhundert.

St. Lambertus beteiligt sich ebenfalls

Am Tag des offenen Denkmals wird beim Gotteshaus in Ascheberg nicht nur einfach die Tür offen stehen lassen, wie das auch sonst immer von 8 bis 18 Uhr der Fall ist. Für Interessierte steht an diesem Tag von 14 bis 18 Uhr zusätzlich jemand bereit, der zur Historie der Kirche informieren kann, wie Ralf Wehrmann, Pastoralreferent der Kirchengemeinde St. Lambertus, am Mittwoch bei einem Pressegespräch erklärte. Zusätzlich dazu gibt es an dem Nachmittag zwei Schwerpunktveranstaltungen.

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Der Westturm

Zum einen geht es dabei um den Weststurm der Kirche, der in den Jahren 2016/2017 restauriert worden ist. Um 15 Uhr am Tag des offenen Denkmals ist Bernhard Kröger, der Architekt, der die Restaurierung betreut hat, da und informiert über die Sanierung. Zum Beispiel wurde an der Fassade des „Wahrzeichens der Stadt“, wie es in der Broschüre zum Tag des offenen Denkmals heißt, viel gearbeitet.

„Je nachdem, wie viele Besucher kommen, können wir auch eine Turmbesteigung machen“, sagt Ralf Wehrmann. „Von oben aus hat man einen tollen Panoramablick über ganz Ascheberg.“

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Das Altarbild

 Zweites Schwerpunktthema ist das Bild, das seit einigen Jahren den Altar der Kirche schmückt. „Es stand hier oben lange in der Ecke“, erinnert sich Ralf Wehrmann an die Geschichte des Kunstwerks. Erst Experten aus Münster erkannten dann den großen Wert des Gemäldes von Abraham Bloemaert. In den Jahren 2012/2013 wurde es restauriert und hängt seitdem am Altar in Ascheberg. Es ersetzt das Bild von der Kreuzabnahme Jesu, das vorher an dieser Stelle hing.

„Ich glaube, viele Ascheberger wissen gar nicht genau, dass da jetzt ein anderes Bild hängt“, so der Pastoralreferent mit Blick auf das in satten, warmen Farben gehaltene Gemälde, das Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen zeigt. Um dieses Bild geht es am Tag des offenen Denkmals um 16 Uhr, dann erzählt der Pastoralreferent etwas zur Kunstgeschichte.

Zusätzlich gibt es am 10. September für vier Euro ein hochwertiges Heft mit einem Aufsatz und vielen Bilder zu dem Gemälde zu kaufen. Auch der kleine Kirchenführer ist an diesem Tag zum Sonderpreis erhältlich.

Zum Abschluss des Tages gibt es abends um 18 Uhr in der Kirche eine Vesper zum Thema „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Informationen zum Schloss Itlingen
Adresse: Forsthövel-Merschstraße 127. Öffnungszeiten am Sonntag, 10. September: Schlosskapelle von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr, im Angebot stehen etwa zehnminütige Führungen jeweils mit begrenzter Teilnehmerzahl, ohne Anmeldung; Rittersaal mit Stuckdecke zu festgesetzten Führungen nur nach Voranmeldung um 10 Uhr, 10.30 Uhr, 11 Uhr, 11.30 Uhr, 14 Uhr, 14.30 Uhr, 15 Uhr, 15.30 Uhr, Voranmeldung für diese Saal-Führungen sind bis Freitag, 8. September, möglich bei Ascheberg Marketing, per E-Mail an info@ascheberg-marketing.de oder unter Tel. (02593) 63 24.

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