Emthaus hält an Sekundarschul-Idee fest

ASCHEBERG Nachdem sich Regierungspräsident (RP) Dr. Peter Paziorek gegen den Modellversuch der Allgemeinen Sekundarschule bei einem Besuch in Ascheberg ausgesprochen hatte, sprach RN-Mitarbeiter Daniel Rustemeyer mit Bürgermeister Dieter Emthaus über die weitere Planung der Schulentwicklung (wir berichteten).

von Von Daniel Rustemeyer

, 10.07.2008, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach der Aussage des RP, wird die Landesregierung einen solchen Modellversuch, wie ihn die Gemeinde vorsieht, wohl nicht genehmigen. Diese Aussage müssen Sie respektieren, jedoch nicht teilen.

Emthaus: Das ist richtig. Sie ist durchaus nachzuvollziehen. Auf einen gemeinsamen Nenner kommen wir diesbezüglich allerdings nicht. Wir haben diesen einen Weg eingeschlagen und werden ihn auch weiterhin gehen.

Was halten Sie von der Alternative des RP, Haupt- und Realschule nach § 83 Schulgesetz zusammenzulegen?

Emthaus: Das ist für uns keine Option. Auch wir haben gewisse Spielregeln zu beachten. Dabei muss ich auf die Schulkonferenzen verweisen, die u.a. besagen, dass bei der Realschule ein solches Modell keine Zustimmung findet. Punkt.

Für viele Praktiker scheint dieses Modell neue Chancen für alle bereit zu stellen. Dennoch bleibt der Eindruck eines gewissen „Experimentiercharakters“...

Emthaus: Derzeit wird ja bekanntlich an einem schulpädagogischen Konzept gearbeitet, dessen Ergebnis im 2. Halbjahr dieses Jahres erwartet wird. Dieser Entwurf muss z.B. auch die Ziele für eine stärkere Berufsorientierung des Hauptschulzweiges leisten können. Das Problem wurde in der Vergangenheit u.a. durch die Wirtschaft häufig beklagt.

Ein positiver Blick in die Zukunft: Die Landesregierung wird den Modellversuch genehmigen.

Emthaus: Das wäre schön. Derzeit arbeiten acht Schulleiter in einer Fachgruppe zusammen an diesem Konzept, welches politisch nicht einfach verordnet werden kann. Es wird zu gegebener Zeit öffentliche Veranstaltungen geben, wo intensivst u.a. mit der Elternschaft gesprochen wird.

Inhaltlich wird der Entwurf viele Aussagen mit Pfiff aufweisen, um das Schulwesen weiter zu entwickeln. Was wünschen Sie sich für dieses Modell in der Zeit nach Ihrer Amtszeit?

Emthaus: Dass es besteht und mit Leben gefüllt wird.