Ernährung, Artenvielfalt, Plastikvermeidung: Diese Ideen haben die Ascheberger zum Klimaschutz

rnKlimaschutz in Ascheberg

Die Ascheberger wollen etwas tun - für den Klimaschutz. Wie das vor Ort aussehen kann, haben sie beim zweiten Klimaforum diskutiert. Dabei wurden schon konkrete Projekte und Ziele formuliert.

Ascheberg, Herbern

, 24.02.2020, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was können wir selbst als Bürger in unserer Gemeinde für den Klimaschutz tun? Um auf diese Frage konkrete Antworten zu bekommen, haben sich engagierte Bürger im zweiten Klimaforum am Mittwoch, 19. Februar, getroffen. Dabei ging es gleich in die Projektarbeit.

30 Teilnehmer diskutierten dabei mögliche Wege, wie man das Klima besser schützen kann. „Bei dieser Veranstaltung wollten wir konkrete Projektgruppen finden, um mit der Arbeit zu starten. Das ist uns gelungen“, erklärt Martin Wolf (29), Klimaschutzmanager der Gemeinde Ascheberg.

Sechs Themen-Gruppen haben sich laut Wolf dabei herausgebildet, wie er im Einzelnen vorstellt.

  • Ernährung: Hier geht es vor allem darum, nachhaltig zu kochen - etwa ohne Fleisch und mit Wildkräutern. Dazu sind Kochkurse angedacht.
  • Plastikvermeidung: Welche Einflussmöglichkeiten hat man als Bürger vor Ort? Diesen und anderen Fragen geht die Gruppe nach. Bürger könnten etwa auf lokale Händler zugehen und für ihre Idee zur Plastikvermeidung werben. Aber auch Informationskampagnen sind denkbar.
  • Artenvielfalt: Die Gestaltung von Vorgärten wurde hier diskutiert. Wie kann man Steinwüsten verhindern? Show-Gärten und Info-Kampagnen könnten für das Thema sensibilisieren.
  • Blühstreifen: Die Gemeinde Ascheberg hat sowohl in den Ortskernen als auch in den Außenbereichen Pflanzen gesät. Aber irgendwann kommt der Bauhof an seine Grenzen, sodass man mit dem Engagement der Bürger deutlich mehr erreichen könnte.
  • Tierschutz: Die Davensbergerin Karoline Stermann stellte das Netzwerk Igelhilfe Münsterland im Klimaforum vor. Das Projekt, mit dem verwaisten und verletzten Igeln geholfen wird, hat gleich einige interessierte Mitstreiter gefunden.
  • Energie und Erneuerbare Energien: Konkrete Projekte und Ideen werden derzeit diskutiert.

„Sechs Gruppen sind schon ein guter Start. Jetzt werden sich die Teilnehmer austauschen und die Ideen in konkrete Themen gießen“, erklärt Martin Wolf. Je greifbarer die Projekte werden, desto mehr Bürger werden sich noch anschließen, glaubt der Klimaschutzmanager.

Klimaschutzmanager Martin Wolf zeigt sich mit den Ergebnissen des zweiten Klimaforums in Ascheberg zufrieden.

Klimaschutzmanager Martin Wolf zeigt sich mit den Ergebnissen des zweiten Klimaforums in Ascheberg zufrieden. © Gemeinde Ascheberg/Simone Böhnisch

Dabei stehen die Verantwortlichen der Gemeinde als Unterstützer zur Seite, stellen etwa Räume für die Projektarbeit zur Verfügung. „Ansonsten arbeiten die Gruppen aber völlig autark. Wir mischen uns nicht ein“, sagt Martin Wolf.

Klimaschutzmanager zeigt sich zufrieden

Der Klimaschutzmanager der Gemeinde Aschberg zeigt sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der beiden ersten Klimaforen. „Es war eine große Herausforderung, Themen und Gruppen heraus zu arbeiten. Aber mit den sechs Themen sind wir jetzt schon ganz gut bedient. Ich bin stolz, was wir schon geschafft haben“, so der 29-Jährige. Nun gilt es für die rund 30 Teilnehmer, in die Projektarbeit zu starten.

Die Teilnehmer und auch weitere Interessenten treffen sich am 19. Mai (Uhrzeit und Ort stehen noch nicht fest) erneut, um ihre Ideen auszutauschen und ihre Themen vorzustellen.

Aus Klimaforum wird „Nachhaltiges DAH“

Dieses Mal wird es nicht unter dem Titel „Klimaforum“, sondern unter dem von den Teilnehmern konzipierten Namen stattfinden: „Nachhaltiges DAH“. Wobei die drei Anfangsbuchstaben für die drei Ortsteile Davensberg, Ascheberg und Herbern stehen.

„Klimaforum klingt etwas sperrig und formal. Deshalb haben wir uns für einen neuen Titel, der gleichzeitig unser Slogan ist, entschieden“, erklärt Martin Wolf. Nachhaltigkeit - danach richten sich schließlich alle Projekte rund um das Thema Klimaschutz aus.

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