Etwa 40 meist schön geschmückte Trecker nahmen an der Treckersegnung in Herbern teil. © Claudia Hurek
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Erntedank in Herbern: Trecker lassen sich gleich zweimal segnen

Das Erntedankfest in Herbern hatte in diesem Jahr wegen Corona einen ganz anderen Ablauf. Der gefiel den Gästen aber so gut, dass sie eine Wiederholung vorschlagen.

Mit einem Gottesdienst in der St. Benedikt Kirche begann am Sonntagvormittag der Tag des Erntedankfestes in Herbern. Bereits am Freitag haben sich die Mitglieder der Landjugend Herbern getroffen, um die Erntekrone zu binden. Viele kleine Getreidesträuße waren hier erforderlich.

Erste Aktion der Landjugend nach langer Zeit

Am Samstagmorgen schmückten fleißige Helfer den Altarraum der Kirche dann mit der Krone, Feldfrüchten, Obst und Gemüse. Seit vielen Jahrzehnten übernimmt die Landjugend diese Aufgabe. „Das ist in diesem Jahr so ziemlich die erste Aktion, die nach langer Auszeit wieder stattfindet“, so Franziska Wesselmann, Pressewartin der Landjugend.

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Treckersegnung als „Drive Through“ in Herbern

Da aufgrund der Corona Krise in diesem Jahr kein Hoferntedankfest bei Familie Selhorst und damit auch keine anschließende Party stattfinden konnten, haben sich die Landjugend Herbern sowie Pastor Stefan Schürmeyer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Nämlich eine „Trecker-Segnung“. Im Anschluss an den gut besuchten Gottesdienst segnete Pastor Schürmeyer von der Treppe an der Südstraße die Trecker mit Weihwasser.

40 schön geschmückte Trecker in der Talstraße

Bereits gegen 10.30 Uhr trudelten die ersten großen Landmaschinen am Treffpunkt, der Amtswiese in der Talstraße in Herbern, ein. Insgesamt rund 40 Trecker-Besitzer sind der Einladung der Landjugend gefolgt. Sie hatten ihre Zugmaschinen dem Anlass entsprechend schön geschmückt. Zum Beispiel mit Blumen oder Erntegaben. An manchen Geräten waren Schilder angeberacht, auf die auf den Anlass hinwiesen.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, gerade mit den Besitzern der Oldtimer-Trecker zu fachsimpeln. Gegen 11.30 Uhr zog der großartig anzusehende Tross der Landmaschinen über die Südstraße, wo Pastor Schürmeyer bereits wartete, um den göttlichen Segen zu erteilen.

Trecker lassen sich gleich zwei Mal segnen

Etwas verwundert war der Pastor als plötzlich der erste Trecker, der die Landmaschinenpolonaise anführte, abermals bei ihm vorbeifuhr. Zügig wechselte er die Straßenseite und segnete die Trecker einfach noch einmal von der anderen Seite. Das sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn dieser doppelte Segen im

kommende Jahr kein Ernte-Glück bringt.

Auch wenn diese Art des Erntedankfestes aus der (corona-)Not heraus geboren war – viele der Zuschauer in Herbern waren der Meinung, dass diese Aktion auf jeden Fall wiederholt werden sollte.

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Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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Claudia Hurek