Die Corona-Regeln im Kreis Coesfeld werden wohl ab Sonntag (1. August) abermals verschärft. In der Gemeinde Ascheberg wird es dann wieder Kontrollen etwa rund um die verschärften Kontaktbeschränkungen geben. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Corona-Pandemie

Erst Modell-Kommune, bald wohl wieder strengere Corona-Regeln in Ascheberg

Anfang Mai gab es im Kreis Coesfeld frühzeitig Lockerungen in der Corona-Krise. Drei Monate später drohen verschärfte Regeln, weil neben dem NRW-Inzidenzwert nun auch die Inzidenz im Kreis über 10 liegt.

Weil der Kreis Coesfeld im Frühjahr deutlich weniger Neuinfektionen mit dem Coronavirus zählte, wurde er zur Modellkommune ernannt. Im Vergleich zu andernorts gab es hier erste Lockerungen, die wissenschaftlich begleitet wurden. Nun, drei Monate später, stellt sich ein ganz anderes Bild dar. Der Kreis Coesfeld droht, ab Sonntag (1. August) wieder in die Inzidenzstufe 1 zu rutschen.

Denn am Freitag (30. Juli) könnte der Inzidenzwert dann an acht Tagen nacheinander über der kritischen Marke von 10 liegen. Zu Dienstag (27. Juli) lag er bereits bei 12,7. Damit würde es auch in der Gemeinde Ascheberg ab Sonntag wieder strengere Corona-Regeln geben. Und zwar über die bereits erneut verschärften Maßnahmen hinaus, die seit Montag gelten aufgrund der NRW-Inzidenz, die über 10 liegt.

Neue Kontaktbeschränkungen in Gemeinde Ascheberg

Dazu zählen etwa die Kontaktbeschränkungen. Das Treffen im Öffentlichen Raum ist dann nur für Angehörige aus bis zu fünf Haushalten erlaubt. Bei größeren Gruppen (bis maximal 100 Personen) muss ein negatives Testergebnis vorliegen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch in der Gastronomie. Dort ist ein negativer Testnachweis aber nicht notwendig.

Über die aktuellen neuen Regelungen habe man die Unternehmen und Geschäftsleute in der Gemeinde via E-Mail-Verteiler informiert, erklärt Klaus van Roje, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen bei der Gemeinde Ascheberg. Dennoch werde es wieder verstärkte Kontrollen – etwa zu der Einhaltung der Treffen im Öffentlichen Raum – geben. Zuletzt hätten sich sowohl Privatpersonen als auch Vereine an das Ordnungsamt der Gemeinde gewandt, um zu erfahren, welche Regeln derzeit für Veranstaltungen gelten.

„Es ist generell schwierig, eine Veranstaltung länger zu planen, weil wie man ja jetzt sehen kann auch schnell wieder eine Verschärfung kommen kann“, sagt van Roje. Klar ist, dass sobald der Kreis wieder in die Inzidenzstufe 1 fällt, Partys und vergleichbare Feiern ohne Mindestabstand und ohne Maskenpflicht mit bis zu 100 Gästen im Außenbereich und mit bis zu 50 Gästen im Innenbereich möglich sind, wenn ein negativer Testnachweis vorliegt und einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Private Veranstaltungen (also eine Feierlichkeit ohne Party-Charakter und ohne Tanzen) sind mit bis zu 250 Gästen im Außenbereich und mit bis zu 100 Gästen im Innenbereich möglich. Voraussetzung hierfür ist mindestens ein negativer Testnachweis und die Kontaktaufnahme, um eine Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen. Eine Maskenpflicht gilt nur im Innenbereich, wenn man sich nicht am Platz aufhält.

Verschärfte Regeln nicht überraschend

Dass es nun mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder zu verschärften Regeln in der Gemeinde Ascheberg kommt, sei wenig überraschend, meint Klaus van Roje. „Damit mussten wir rechnen, dass wir nicht immer in der Inzidenzstufe 0 bleiben könnten. Es wäre naiv zu glauben, dass man nicht wieder in die Inzidenzstufe 1 rutschen könnte.“ Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Pandemie sei es umso wichtiger, dass die Bürgerinnen und Bürger die Impf-Angebote nutzen. Bisher, so der Fachbereichsleiter, seien die mobilen Impf-Möglichkeiten gut angenommen worden. Es soll aber weitere Termine geben, worauf sich die Vertreter in einer Bürgermeister-Runde im Kreis Coesfeld am Dienstag (27. Juli) verständigten.

„Wir unterstützen die Impfkampagne des Kreises. Denn es gab wieder positiv getestete Personen in der Gemeinde“, sagt van Roje. Umso wichtiger sei es auch, dass sich Gäste im Vorfeld von Veranstaltungen mit den Kontaktdaten registrieren. So wird es etwa am Wochenende auch beim Weingarten der Kolpingsfamilie Ascheberg sein. Da hatten die Veranstalter grundsätzlich hohe Hygieneregeln aufgestellt – ganz unabhängig von der drohenden Inzidenzstufe 1 ab Sonntag.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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