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Fehlende Bauteile behindern Herberner Kita-Pläne

"Auf den Äckern"

Mit der evangelischen Kirchengemeinde Werne als Trägerin sollte auf der Wiese "Auf den Äckern" eine Kita in Modulbauweise entstehen. Nun stellt sich heraus: Es fehlt an den nötigen Modulen – die Konkurrenz zwischen den Kitas ist groß. Die Gemeinde sucht nach Lösungen.

HERBERN

, 11.07.2017 / Lesedauer: 3 min
Fehlende Bauteile behindern Herberner Kita-Pläne

2017 soll in Herbern eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen eröffnen - aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Wiese "Auf den Äckern". Darüber, dass sich die Politik für das DRK als Träger entschieden hat, zeigte sich die evangelische Kirche am Mittwoch enttäuscht.

Da will man eine Kita bauen – und dann klappt es nicht, weil das nötige Material fehlt. Oder besser gesagt: Weil das nötige Material nicht verfügbar ist. Denn nicht nur in der Gemeinde Ascheberg hat man ein Problem mit fehlenden Kita-Plätzen.

Mit der evangelischen Kirchengemeinde Werne als Trägerin sollte zum neuen Kita-Jahr "auf den Äckern" eine Kita in Modulbauweise für 37 angemeldete Kinder in drei Gruppen entstehen. Das Gebäude würde dann zu den im Kinderbildungsgesetz (Kibiz) festgelegten Mieten von der Firma angemietet – zunächst für fünf bis sieben Jahre, „und durchaus auch als Referenzobjekt für die bauende Firma“, wie Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus auf Anfrage erklärte.

Doch kaum war die Absicht der Gemeinde Ascheberg publik geworden, hätten sich weitere Interessenten bei der Firma gemeldet. „Und dann hat man dort gemerkt, dass der Markt, den man eigentlich noch erobern wollte, schon längst vorhanden war“, so Sunderhaus. Mit dem Ergebnis, dass das Ausstellungsmodell, das eigentlich für Herbern vorgesehen war, anderweitig veräußert wurde und nun im August in Betrieb gehen wird.

"Auf den Äckern" gucken sie nun in die Röhre

"Auf den Äckern" gucken sie nun erst einmal in die Röhre. „Es ist fast unmöglich, derartige Module für so einen kurzen Zeitraum zu mieten“, berichtet Sunderhaus von den Bemühungen der vergangenen Wochen. Normalerweise sei eine Kita auf 20 Jahre ausgelegt, in denen die Investoren den Bau abschreiben können. „Und danach geht es in der Regel weiter. Wenn eine Kita erst mal läuft, muss man sich da keine Sorgen machen.“

In Herbern sind 20 Jahre oder mehr aber nicht drin – weil die Politik davon ausgeht, dass der Herberner Standort der Profilschule an der Altenhammstraße auf absehbare Zeit überflüssig wird. „Wir haben intakte Gebäude im Bestand, und da fragt sich die Politik natürlich, wie man das nutzen kann.“

So könnte die neue Herberner Kita möglicherweise in das Schulgebäude umziehen – die Module auf den Äckern wären dann überflüssig. Sie dann wieder abzubauen und anderweitig zu nutzen, erscheint der betroffenen Firma jedoch nicht wirtschaftlich zu sein. Die Gemeinde steckt wiederum in der Bredouille, neben der Kita- auch die Schulentwicklung im Auge zu behalten. „Wir können diese beiden Planungen nicht einfach übereinanderlegen.

Sunderhaus’ vorrangigstes Ziel ist nun erst einmal eine Übergangslösung für die evangelische Kita in Herbern. Ob in Übergangsräumen oder doch in Containerbauweise, oder vielleicht doch auf eine ganz andere Weise, soll sich spätestens am Donnerstag, 13. Juli, im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung entscheiden.

Der Gemeinde Ascheberg mangelt es an Kita-Plätzen - warum?
Die steigenden Geburtenzahlen sind laut Helmut Sunderhaus nicht das Hauptproblem für den Mangel an Kita-Plätzen. „Die Kinder kommen immer früher in die Kita“, so der Fachbereichsleiter. Bei den Zweijährigen liegt die Quote mittlerweile bei 82 Prozent. Für diese Kinder sind Gruppen des Typs II erforderlich, also maximal zehn Kinder pro Gruppe, dazu ist ein zusätzlicher Schlafraum einzurichten. Folglich herrscht bei den Bestandskitas Platzmangel – Tendenz steigend.

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