Feuerwehr in Herbern geht ohne Nachwuchssorgen und mit Vorfreude aufs neue Gerätehaus ins Jahr

Freiwillige Feuerwehr

Um den Nachwuchs und die eigene Weiterbildung müssen sich die Kameraden der Feuerwehr Herbern keine Sorgen machen. Hinter ihnen liegt ein Jahr mit wenigen Einsätzen, aber mit wichtigen Entwicklungen.

Herbern, Ascheberg

, 13.02.2020, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Feuerwehr in Herbern geht ohne Nachwuchssorgen und mit Vorfreude aufs neue Gerätehaus ins Jahr

Um den Feuerwehr-Nachwuchs muss sich die Gemeinde Ascheberg keine Sorgen machen. Man sei so gut wie noch nie aufgestellt, erklärt Carsten Gausepohl, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Herbern. © Claudia Hurek (A)

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Herbern rückten im vergangenen Jahr zu 44 Einsätzen aus. Das sind sieben weniger als im Vorjahr. Während es bei den Einsätzen laut Löschzugführer Carsten Gausepohl (42) relativ ruhig geblieben ist, gab es intern wichtige Entwicklungen bei der Feuerwehr. Diese stellten die Verantwortlichen nun auf der Jahreshauptversammlung vor.

Dazu zählt der Gerätewartlehrgang. Eigentlich sind die Plätze für diese Fortbildung, die am Institut der Feuerwehr in Münster angeboten wird, sehr rar, erzählt Gausepohl. Doch hat die Feuerwehr in Herbern einen Ausbilder in ihren Reihen.

Ausbildung in und aus den eigenen Reihen

Frank Treimer, der auch bei der Berufsfeuerwehr Kamen tätig ist, hat elf Kameraden aus Herbern ausgebildet. Zum ersten Mal fand eine solche Weiterbildung zum Gerätewart in den eigenen Reihen statt. Aktuell zählt der Löschzug Herbern 33 Mitglieder. Bernd Schulte wurde in die Ehrenabteilung verabschiedet.

Und natürlich gab es Beförderungen: Ulrich Gausepohl ist seit dem 1. Januar 2020 neuer Leiter für Atemschutz für alle drei Feuerwehren. Er übernimmt für Wehrführer Rainer Koch diese Verantwortung. Max Kaiser und Jan Hölscher wurden zudem vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister befördert. Den Grundlehrgang erfolgreich abgeschlossen haben Paul Klaves und Thomas Reimann.

Jugendfeuerwehr so stark wie nie zuvor

Um den Nachwuchs muss sich die Freiwillige Feuerwehr in Herbern, aber auch in der gesamten Gemeinde Ascheberg, keine Sorgen machen. „Die Jugendfeuerwehr ist so stark und so groß wie noch nie. Und in Herbern ist es offenbar beliebt, in die Feuerwehr zu gehen“, erzählt Carsten Gausepohl.

Aktuell zählt die Jugendfeuerwehr der Gemeinde 26 Mitglieder, davon kommen acht Kameraden aus Herbern. Um in die Feuerwehr zu kommen, müssen sich die Jugendlichen erst einmal in Geduld üben. Es gibt lange Wartelisten. In Ascheberg etwa muss man laut Gausepohl etwa ein Jahr auf einen freien Platz warten. Zunächst müssen erst Kameraden aus der Jugend- in die Freiwillige Feuerwehr wechseln.

Bereits 13 Einsätze im Jahr 2020

Dort warten dann unterschiedliche Herausforderungen auf die jungen Wehrleute. Aus dem vergangenen Jahr blieb vor allem der Großbrand in der Osterbauer in Ascheberg in Erinnerung. Ende Juli fing dort ein Mähdrescher Feuer. Das Feuer hatte sich auf das Feld und ein angrenzendes Gebüsch ausgebreitet.

Feuerwehr in Herbern geht ohne Nachwuchssorgen und mit Vorfreude aufs neue Gerätehaus ins Jahr

Carsten Gausepohl ist seit Februar 2019 der Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr in Herbern. © Merle Bergmann (A)

In diesem Jahr zählt die Feuerwehr Herbern bereits 13 Einsätze (Stand 12. Februar). Auch 2020 geht es für die Feuerwehr Herbern intern spannend weiter. Denn die Planung für das neue Gerätehaus ist gestartet. „Dabei sind wir komplett mit eingebunden. Wir sind in jedem Findungs- und Entscheidungsprozess mit dabei“, sagt Gausepohl.

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