Frohe Stunde in guter Stube

HERBERN 40 Jahre Seniorenstube des DRK-Ortsvereins Herbern. Da lohnt ein kleiner Blick zurück.

von Von Heinz Rogge

, 07.11.2007 / Lesedauer: 3 min

Nach der kommunalen Neugliederung im Jahre 1955 wurde in Herbern ein eigener DRK-Ortsverein gegründet. Eine seiner wichtigsten Aufgaben sah der DRK-Ortsvorsitzende Walter Knaden darin, sich um die älteren Bürger zu kümmern.

Urlaub und Kur

Er organisierte mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau Mathilde und weiteren Helferinnen und Helfern im Jahre 1967 die Seniorenstube, die zunächst Altenstube hieß.

Doch alt fühlten sich die meisten nicht, und so wurde sie in Seniorenstube unbenannt. Vielen Älteren verhalf Walter Knaden zu einem Urlaub oder Kur durch das DRK. In jedem Jahr wurde ein Ausflug und eine Adventsfeier für alle Senioren aus Herbern durchgeführt.

Umzug ins Trauzimmer

Als erstes Domizil diente das frühere Vorzimmer des Amtsdirektors a.D. Walter Knaden im alten Amtshaus an der Merschstraße, gegenüber der jetzigen Volksbank. Im Anfang gingen kaum Einheimische zur Altenstube, besonders keine Männer aus Herbern. Es hieß: Da gehen ja nur Flüchtlinge hin. Aber das änderte sich bald, auch die Einheimischen kamen, um hier ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Bald reichte der Raum nicht mehr aus. Das alte Trauzimmer wurde mit einbezogen. 1968 wurden die über der Erde liegenden Kellerräume frei und die Senioren zogen um. Als das Ehepaar Knaden in eigene Haus an der Bernhardstraße umzog, waren diese Räume für die Senioren frei. Doch hatte dies auch einen Nachteil, die Räume konnten nur über eine außenliegende Treppe erreicht werden. Sonst fühlte man sich hier wohl.

Häufige Umzüge

Doch wirklich besser wurde es, als die DRK-Seniorenstube am 12. Oktober 1980, also vor 27 Jahren in das neue Pfarrheim St. Benedikt an der Bergstraße umziehen konnte. Die Arbeit setzten von 1981 bis 1993 Bankdirektor Franz Heye und seine Frau Maria fort. Als Heye sein Amt niederlegte, wurde Hans Kraß zum Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Herbern gewählt. Die Mitgliederzahl stieg von Jahr zu Jahr, bis zum heutigen Tag.

An das häufige Umziehen und die Entwicklung können sich viele erinnern: Cilly Neumann versieht schon seit 35 Jahren ihren Dienst, , Anni Nordhoff ist auch heute noch nach 28 Jahre jeden Dienstag aktiv und Änne Krampe, die in diesen Tagen 85 Jahre alt wurde, ist auch nach 23-jähriger Tätigkeit noch immer aktiv. Maria Heye hat die Seniorenstube bis zur Krankheit ihres Mannes geleitet. Danach übernahm Regina Averkamp für zehn Jahre die Leitung der Seniorenstube. Jetzt wird der Treffpunkt von Klara Löcke und weiteren acht jungen Frauen und den Älteren im Wechsel geführt.

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