Die Gänsejagd am Schloss Westerwinkel war unausweichlich, meint unser Kommentator. © Jörg Heckenkamp
Meinung

„Gänsemassaker“ am Schloss Westerwinkel in Herbern – ich bin dafür

Am Schloss Westerwinkel in Herbern wurden Gänse abgeschossen. Eine entsetzte Besucherin spricht von einem „Gänsemassaker“. Ich empfinde den Abschuss der Tiere als richtig. Ein Kommentar.

In der vergangenen Woche erlebten Besucher des Schlossparkes Westerwinkel unangenehme Szenen: Die Schlossverwaltung hatte den Abschuss von zahlreichen Gänsen initiiert. Eine entsetzte Besucherin sprach gar von einem „Gänsemassaker“. Auch wenn die Szenen unschön sind, sind sie doch nötig.

Denn die bejagten Gänse entstammen einer sogenannten invasiven Art. Also einer Art wie die Kanada-oder die Nil-Gans, die in unserer Region nicht heimisch ist, hier aber beste Bedingungen für ihre Fortpflanzung findet. Die sich stark vermehrt und anderen, heimischen Wasservögel nach und nach den Lebensraum streitig macht. Meine Meinung: Man muss den Bestand kontrollieren, auch im Sinne des Umweltschutzes. Und wenn es nur durch Bejagung geht, dann eben mit der Flinte.

Dieselben vermeintlichen Tierfreunde, die die Jagd auf Gänse entsetzt beklagen, sind oft diejenigen, die unterhalb eines Schildes „Enten füttern verboten“ genau das tun. Sie setzen sich in ihrer vermeintlichen Tierliebe über das Verbot hinweg und streuen tütenweise Brotreste an die Teiche.

Die landen dann nicht nur in Enten-Mägen sondern sorgen auch dafür, dass sich Kanada- oder Nil-Gänse dick und rund fressen.

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Redaktion Werne
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Jörg Heckenkamp