Gasbohren: Aufkleber auf Behälter sorgt für Ärger

Hamm-Gas

Die Probebohrung von Hamm-Gas in Nordick hat noch nicht begonnen, schon haben sich die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren mit einer Beschwerde an die Bezirksregierung gewandt. Ein Behälter enthalte laut Aufschrift eine wassergefährdende Chemikalie. Doch Hamm-Gas sagt, der Inhalt sei eigentlich etwas ganz Harmloses.

HERBERN

, 08.03.2016, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die  Bürgerinitiative bemängelt die Lagerung von Chemikalien auf dem Bohrplatz in Herbern-Nordick.

Die Bürgerinitiative bemängelt die Lagerung von Chemikalien auf dem Bohrplatz in Herbern-Nordick.

Anlass der Beschwerde bei der Bezirksregierung Arnsberg sind Behälter auf dem Bohrplatz, die laut Aufschrift Antifrogen N (Ethylenglykol) enthalten, eine Chemikalie der Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend).

Behälter, die derartige Chemikalien enthalten, dürften nur auf einer befestigten Fläche oder in einer Auffangwanne deponiert werden. Das sei in Nordick nicht der Fall, so die BI.

Aufschrift entspricht nicht dem Inhalt

„Wir sehen die Befürchtungen in Bezug auf die Zuverlässigkeit der mit dem Gasbohrvorhaben beschäftigten Firmen schon nach kurzer Zeit bestätigt“, sagt Wilfried Voß von der BIST Herbern.

Marcel Winter, Sprecher für Hamm-Gas, bestätigt die Aufschrift, aber nicht den Inhalt. „Dort wurde Brauchwasser gelagert.“ Die Firma habe einfach vergessen, den Aufkleber zu entfernen. 

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