Gasbohren in Herbern: Neuer Antrag eingereicht

Felder in Ascheberg und Hamm

Wird bald doch wieder in Herbern-Nordick nach Flözgas gebohrt? Ganz so unmöglich wie in den vergangenen Tagen und Wochen scheint das nicht mehr. Das Unternehmen HammGas hat erneut einen Antrag bei der Bezirksregierung gestellt. Der alleine reicht allerdings noch nicht aus, um neue Probebohrungen zu starten.

HERBERN

, 31.01.2017, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasbohren in Herbern: Neuer Antrag eingereicht

Hamm-Gas hat das Gelände für die Probebohung nach Flözgas an der Nordick Schliekstraße schon einzäunen lassen.

Auch wenn die Bohrung in Nordick offenbar nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, setzt Hamm-Gas weiter auf die Gewinnung von Flözgas im Münsterland. Die Bezirksregierung Arnsberg, die in NRW für Bergbau zuständig ist, teilte am Dienstag mit: Das Konsortium HammGas habe eine Aufsuchungserlaubnis für das ehemalige Feld „Donar“ beantragt.

Das Feld heißt nun offiziell „Hamm-Nord“ heißt und erstreckt sich auf das südöstliche Gebiet der Gemeinde Ascheberg: eben Herbern-Nordick. Zudem gehören Teile von Hamm und Drensteinfurt zu diesem Feld.

Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Beteiligten

Zuletzt hatte es Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten gegeben. Die Steag- und RWE-Töchter Minegas und Mingas-Power hatten sich zurückgezogen. Und auch bei HammGas war man unterschiedlicher Ansicht darüber, ob man aus den Feldern in Herbern-Nordick und Hamm genug Gas fördern könne, dass es sich auch lohne.

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Anfang Dezember hatten die Stadtwerke Hamm ihren Ausstieg aus dem Gasbohr-Projekt angekündigt. Als Grund wurden unterschiedliche Gutachten und Experten-Meinungen angegeben. 

Im Konsortium HammGas sind neben den Stadtwerken Hamm noch der Gelsenkirchener Lagerstättenanalyst PVG sowie ein privater Investor zusammengeschlossen. Zudem gibt es seit mehreren Jahren einen Vertrag mit dem Energieversorger Engie. Er sorgt für Geld und weiteres Know-how im Bereich der Tiefenbohrung.

Kein Fracking - "Trinkwasserschutz hat absolute Priorität"

Zurück zu den neuen Plänen: Hamm-Gas habe zugesichert, so die Bezirksregierung aus Arnsberg, auf das umstrittene Fracking zu verzichten. Die Bezirksregierung betonte, dass eine Aufsuchungserlaubnis noch keine Erkundungsbohrung oder ähnliche Arbeiten gestatte. Dazu seien gesonderte Anträge erforderlich, die dann von der Bezirksregierung erneut geprüft werden. 

Wichtig seien in diesem Zusammenhang der Umwelt- und Grundwasserschutz. Zudem heißt es aus Arnsberg: "Der Schutz der Trinkwassergewinnung hat dabei absolute Priorität."

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