Glasfaser-Bau in Ascheberg wird täglich überwacht

Gemeinde setzt auf Kontrolle

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – getreu diesem Motto hat die Gemeinde Ascheberg ein wachsames Auge auf die Erdarbeiten zum Glasfaserausbau. Ein zweites Sprichwort würde auch passen: Aus Schaden wird man klug. Nach anfänglichen Problemen mit der BBV Münsterland soll jetzt alles glatt gehen.

ASCHEBERG

, 06.05.2017, 08:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Glasfaser-Bau in Ascheberg wird täglich überwacht

Derzeit läuft der Glasfaser-Ausbau in Ascheberg. Die Gemeinde will auf Nummer sicher gehen und lässt die Bauarbeiten von einer externen Firma kontrollieren.

„Wir haben ein externes Büro beauftragt, das die Arbeiten überwacht“, sagt Tiefbauamtsleiter Christian Scheipers auf Anfrage. Man habe eine kostengünstige Lösung gefunden, „um täglich die Bauarbeiten zu kontrollieren“.

Dabei geht es nicht nur um reine Kontrolle, so Scheipers, sondern auch um Hilfestellung. Wenn etwa mal eine Gehwegplatte kaputt gehe, „kann der Bauüberwacher den Kontakt zum Bauhof herstellen“. Dort seien Restbestände von verschiedenen Pflastersteinen und Platte gelagert, sodass man bei Bedarf aushelfen könne. Scheipers: „Wir wollen ja, dass alles wieder anschließend gut aussieht.“

Gemeinde hat aus früheren Ärgernissen gelernt 

Das habe damals mit dem in Davensberg gestarteten Glasfaserausbau der BBV Münsterland nicht geklappt. Immer wieder kam es zu Beschwerden über den Bauablauf. Die BBV hat sich bekanntlich zurückgezogen, die Firmen Unitymedia und auch die Telekom sind in die Bresche gesprungen.

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Beide Unternehmen sind derzeit mit Bauarbeiten zum schnellen Internet beschäftigt:

Unitymedia setzt laut Scheipers aktuell drei Kolonnen in Davensberg ein. Die sollen den von der BBV begonnenen, aber abgebrochenen Ausbau des Glasfasernetzes zu Ende bringen.

Die Telekom schafft gerade mit zwei Kolonnen in Davensberg und einer in Ascheberg die Voraussetzungen für ihre sogenannte Vektoring-Technik. Dafür ist es notwendig, die einzelnen Verteiler-Kästen untereinander mit Glasfaser zu koppeln. Vom Verteiler zum Hausanschluss geht es dann mit dem konventionellen Kupferkabel weiter, das aber zu Leistungsverlusten führen kann.

Parallel haben Telekom und Untiymedia jeweils eine überregionale Leitung längs des Radweges zwischen Davensberg und Ascheberg verlegt. Sie haben dabei eine Baugrube genutzt, um doppelte Erdarbeiten zu vermeiden.

Dauer ist bisher noch unklar 

Wann denn nun die ersten Haushalte blitzschnelles Internet erhalten, ist noch nicht klar. „Wir arbeiten mit Hochdruck am Ausbau“, sagt Eva-Maria Ritter, Pressepsrecherin von Unitymedia, auf Anfrage.

Genaue Angaben, wann die einzelnen Ortsteile angeschlossen würden, könne sie nicht machen. Sie versichert aber: „Wir stocken demnächst unsere Kolonnen auf und machen Tempo.“

"Vektoring-Technik" birgt Nachteile 
In der bestehenden Bebauung der Gemeinde bietet die Telekom eine Art „Glasfaser light“ mittels Vektoring-Technik.
Die Bandbreiten sind geringer als beim echten Glasfaser-Anschluss.
Weiterer Nachteil: Je weiter der Hausanschluss vom Verteilerkasten entfernt, desto schwächer das Signal.
Im Neubaugebiet „Königsallee“ will die Telekom, ebenso wie Unitymedia, aber einen reinen Glasfaser-Anschluss bieten.
Die Bauherren haben damit die Wahl zwischen zwei Anbietern.

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