Glasfaser: Frist für Ascheberger läuft am 31. Juli ab

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Am 31. Juli endet die Frist für den Glasfaserausbau. Bis dahin muss im Schnitt jeder vierte Haushalt in Ascheberg einen Vertrag abschließen, damit die Datenautobahn in die Gemeinde kommt. Experten sind sich sicher, dass das Projekt auch aus Sicht der Privathaushalte nicht scheitern darf. Wir klären die wichtigsten Fragen.

ASCHEBERG

, 29.07.2015, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Glasfaser: Frist für Ascheberger läuft am 31. Juli ab

Wegen der hohen Kosten und der noch verhaltenen Nachfrage sucht die Telekom für den Glasfaserausbau verstärkt die Zusammenarbeit. Foto: Julian Stratenschulte

Die Vorteile für Privathaushalte:

Per Glasfaser können Daten bis zu 20-mal schneller übermittelt werden. In Zeiten von Film-Streaming und Videochats wird das auch für Privathaushalte immer wichtiger. Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft der Universität Duisburg, sagt, dass herkömmliche Kupferkabel für den alltäglichen Bedarf wohl noch etwa fünf Jahre ausreichen werden. Wer eine Bestandsimmobilie kaufen möchte, betrachte die gesamte Infrastruktur im Umkreis, so Jürgen Grüner von der Wirtschaftsförderung: Die Internetleitung sei da ein wichtiger Faktor. Außerdem würde die Gemeinde durch die gute Infrastruktur auch für Arbeitgeber interessanter.

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Der Preis:

Der Anschluss ans Glasfasernetz kostet einmalig (noch bis zum 31. Juli) 100 Euro, monatliche Kosten beginnen bei 40 Euro, je nach gebuchter Variante. Informationen gibt es in Herbern bei Schreibwaren Angelkort, Südstraße 13, oder bei Elektro Fleige, Winkhausstraße 4, sowie unter www.bbv-muensterland.de.

 

Mögliche Alternativen:

Man könne zwar die Geschwindigkeit von Kupferkabeln erhöhen, indem man sie mit Glasfaser koppelt. Gerpott sagt aber: „Ich denke, wenn man schon Geld in die Hand nimmt, von dem auch ein Teil aus Steuern finanziert ist, dann sollte man es gleich richtig machen“.

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Die Lage im restlichen Kreis Coesfeld:

Etwa ein Drittel der Kommunen im Kreis Coesfeld seien mit Glasfaser-Technologie versorgt. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liege bei nur einem Prozent, so Grüner. Zuletzt hatten sich laut der Firma Helinet mehr als 40 Prozent der Haushalte in Senden für Glasfasern entschieden, sodass dort der Ausbau in Angriff genommen wird. In Senden ist die magische Marke des dortigen Anbieters übrigens erst an einem „verzögerten“ Stichtag erreicht worden, wie Helinet mitteilt. In Ascheberg müssen "nur" 25 Prozent der Anwohner mitmachen. Diese Marke war aber drei Tage vor der Frist noch nicht erreicht.

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