26 von 38 Buchen der Allee an der Hegemer Straße müssen gefällt werden. © Gemeinde Ascheberg
Bäume in Ascheberg

Großteil von Buchen-Allee an Hegemer Straße in Ascheberg muss gefällt werden

Die Bäume sind irreversibel geschädigt und müssen gefällt werden: 26 der 38 Buchen der Allee an der Hegemer Straße müssen weg. Die Politik fordert mehr Öffentlichkeitsarbeit.

„Es ist ein trauriges Thema“, sagte Klaus van Roje (Fachgruppenleiter Bauen und Wohnen) am Dienstagabend (24. November) im Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss (NMA). An der Hegemer Straße in Ascheberg müssen 26 von 38 Buchen der dortigen Allee gefällt werden, die laut der Verwaltung massive Trocken- und Hitzeschäden aufweisen. Hier löst sich großflächig die Rinde ab. „Ich wohne in der Gegend, ich gehe da spazieren. Ich kenne die Bäume sehr gut“, führte van Roje fort. Dabei seien ihm in den vergangenen 1 bis 2 Jahren Schäden an den Buchen aufgefallen.

Sein Verdacht bestätigte auch der Gärtnermeister des Betriebes Grüner Zweig, den die Gemeinde zur Erstellung eines Baumkatasters in den kommenden Jahren beauftragt hat. Ersetzt werden sollen die Buchen durch sogenannte Klimabäume, die die Anforderungen des sich verändernden Klimas nachweislich besser verkraften. Auch die Untere Naturschutzbehörde sei eingeschaltet worden, so van Roje.

Pilze haben die trockenen Bäume befallen und geschädigt

Laut Verwaltungsvorlage sind die Bäume außerdem vom Brandkrustenpilz und Spaltblättling befallen. „Durch den Brandkrustenpilz, der tief in das Holz eindringt, können die Bäume ohne sichtbare Erkennung unerwartet durchbrechen. Die befallenen Bäume sollen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht im kommenden Winter gefällt werden“, heißt es.

Gleichzeitig bat die Verwaltung in der Ausschussvorlage darum, künftig Bäume ohne politischen Beschluss fällen zu können, sofern ein zertifizierter Baumkontrolleur die nicht mehr gegebene Verkehrssicherheit eines Baumes bestätigt. Damit konnten sich jedoch nicht alle Politiker ohne Weiteres zufrieden geben. Schließlich sei das Thema Fällen vom Bäumen immer ein sehr emotionales, so Thomas Franzke von der CDU in Ascheberg. Man solle nicht unterschätzen, was für eine Befriedungsfunktion Diskussionen haben können.

Vielmehr forderte Franzke neben anderen Ausschussmitgliedern, noch mehr Energie in die Öffentlichkeitsarbeit und die Aufklärung der Bevölkerung in derartigen Fällen zu investieren. Heinz Wesselmann (Grüne) machte klar, dass es nicht um jeden einzelnen Strauch und Baum gehe, sondern um Aktionen im größeren Umfang wie in diesem Fall. „Wir müssen da ja immer geradestehen.“

Am Ende einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, die Öffentlichkeit und die Politik beziehungsweise den NMA nach Möglichkeit bei derartigen Baumfällaktionen vorab zu beteiligen, sofern keine akute Gefahr durch standunsichere Bäume im Verzug ist. Wegen der Nachpflanzung wolle man auch noch einmal mit dem Schützenverein Kontakt aufnehmen, da in der Nähe der Allee auch die Königsbäume der Schützenkönige stehen, so van Roje.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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