Wildblumenwiesen: Welchen Nutzen die Blütenpracht für Herbern mit sich bringt

rnBlühwiesen

Auf insgesamt 699 Quadratmetern hat die Gemeinde Ascheberg in Herbern Wildblumen gesät – eine Art Testlauf und ein Beitrag zur Artenvielfalt.

Herbern

, 03.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Man kann es nicht anders sagen – die Blühfläche am Siepenweg springt direkt ins Auge. Derzeit dominiert die Farbe Blau. Tritt man näher heran, dann entdeckt man zahlreiche Bienen, Schmetterlinge und Hummeln, die sich auf der Wildblumenfläche tummeln. Doch wer hat sie angelegt und zu welchem Zweck genau?

Dahinter stecken nicht die Anwohner. Es ist die Gemeinde Ascheberg mit einer Art Testlauf. Schon im vergangenen Jahr gab es die Pläne, Wildblühflächen in Herbern anzulegen, aber der ultratrockene Sommer macht den Planern einen Strich durch die Rechnung. „Da war die Aussaat einfach unmöglich“, so Klimaschutzmanager Martin Wolf aus der Gemeindeverwaltung.

Blühflächen sind im besitz der Gemeinde

Die Standorte der 5 Blühflächen:
  • Am Siepenweg
  • Im Bereich „Auf den Äckern“
  • Im Bereich Hombrede
  • An der Bernhardstraße
  • Im Bereich hinter der Mensa der Profilschule

In diesem Jahr waren die Witterungsbedingungen besser. An insgesamt fünf Standorten in Herbern auf einer Gesamtfläche von 699 Quadratmetern säten Mitarbeiter des Bauhofes die Wildblumensamen aus. Bei allen Flächen handelt es sich um Flächen der Gemeinde. „Zusätzlich haben wir umliegende Flächen aktiv verwildern lassen“, sagt Martin Wolf. Es sei also eine Kombinationsmaßnahme.

Wichtig bei solchen Wildblühwiesen sei, dass der Standort sonnig und die Böden eher mager und nährstoffarm sind. Mit Blick auf die aktuelle Blütenpracht kann man da getrost festhalten: Die örtlichen Bedingungen scheinen zu stimmen.

Blühwiesen sind ein Beitrag zur Artenvielfalt

Die Pflege der Blühwiesen übernimmt, wie die Aussaat, der Bauhof. Mit einer Ausnahme: Die Blühfläche im Bereich Hombrede wird von den Anwohnern gepflegt.

Und was ist der Sinn dieser Blühflächen? „Es geht primär darum, einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Allerdings bedeuten die blühenden Wiesen auch eine optische Aufwertung“, erklärt Wolf. Bis zum ersten Frost soll die Blütenpracht anhalten. Sie ist somit eine Nahrungsgrundlage für viele Insekten.

Blühmischung enthält zahlreiche Blumenarten

Der Clou: Die Blühmischung enthält zahlreiche Blumenarten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr blühen. Damit soll eine kontinuierliche Blütenpracht gewährleistet werden. Wolfs Zwischenfazit fällt positiv aus. „Ich bin damit sehr zufrieden. Es ist ein optischer wie ökologischer Gewinn.“

Und: „Ein Besuch der Blühflächen zeigt: Sie sind voller Leben und werden von der Insektenwelt sehr gut angenommen.“ Zumindest mit Blick auf die Blühfläche am Siepenweg kann man das nach einer Ortsbegehung bestätigen.

Lesen Sie jetzt