Herbern: Gedenkfeier zu Ehren der Kriegsopfer

Volkstrauertag

Mit einer Feier am Ehrenmal hielten die Herberner Vereine die Erinnerung an die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege aufrecht. Ein Reisebericht von Pfarrer Lube sorgte für Aufsehen.

Herbern

, 19.11.2017 / Lesedauer: 2 min
Herbern: Gedenkfeier zu Ehren der Kriegsopfer

Pfarrer Günther Lube hielt nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal die Rede zum Volkstrauertag. © Claudia Hurek

Angeführt vom Spielmannszug der Kolpingfamilie Herbern sind am Volkstrauertag Fahnenabordnungen zahlreicher Herberner Vereine und Bürger nach dem Gottesdienst in der Kirche St. Benedikt zum Kriegerehrenmal gezogen, um dort die alljährliche Gedenkfeier abzuhalten. Während des Gottesdienstes erinnerte Pater George in seiner Predigt daran, wie wichtig es sei, dass man sich an dem erfreue, was man habe. Der Volkstrauertrag ist auch gleichzeitig der Tag der heiligen Elisabeth. Sie gilt als Sinnbild tätiger Nächstenliebe.

Kranzniederlegung

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und wird seit 1952 immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Er erinnert an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaften.Unterstützt vom Kirchenchor St. Benedikt sowie der Blaskapelle Schwartländer wurde im Gedenken an die Toten ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt.

Grabstätte Costemano sorgt für Ergriffenheit

Die Ansprache hielt Pfarrer Günther Lube. Er berichtete von seiner diesjährigen Fahrt zum Gardasee. Als die Reiseteilnehmer die Kriegsgrabstätte Costermano besuchten, machte sich laut Lube bei allen Betroffenheit und Ergriffenheit breit. In Costermano liegt unweit des Ortes ein deutscher Soldatenfriedhof. Hier ruhen 21.900 deutsche Soldaten, die während des zweiten Weltkrieges ihr Leben gelassen haben.

Eigene Verantwortung


„Was kann helfen, dass wir menschlicher werden?“ fragt sich Pfarrer Lube, der noch die Geschichte eines jüdischen Rabbi erzählte. Dieser Rabbi wollte erst die Mitglieder seiner Gemeinde ändern. Nachdem dieser Versuch scheiterte, versuchte er es bei seiner Familie. Das ging schief. Schließlich kam er auf die Idee bei sich anzufangen. Jeder kann etwas dazu beitragen, den Frieden, auch vor dem geschichtlichen Hintergrund, zu bewahren.

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