Die gefährliche Raupe treibt in der Gemeinde Ascheberg wieder ihr Unwesen

Eichenprozessionsspinner

Die Gemeinde Ascheberg rüstet sich im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. Erste Warnschilder wurden aufgehängt. Auch präventive Maßnahmen sind erfolgt. Doch das ist noch nicht alles.

Herbern

14.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Die gefährliche Raupe treibt in der Gemeinde Ascheberg wieder ihr Unwesen

Dieses Warnschild wurde in der Nähe vom Schloss Westerwinkel an einer Bank angebracht. © Wienke

Aus gegebenem Anlass informiert die Gemeinde Ascheberg die Öffentlichkeit über das aktuelle Vorgehen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. In diesem Jahr werden aufgrund der wiederholt günstigen Witterungsbedingungen auffällig viele Nester dieser Tiere festgestellt.

Problematisch ist, dass die Raupen ab dem dritten Larvenstadium (April, Mai, Juni) giftige Brennhaare ausbilden, die für Menschen und Haustiere bei Kontakt gesundheitsschädlich sind und heftige allergische Reaktionen verursachen können.

Bekämpfung mit Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt

Die Gemeinde hat darum in diesem Jahr bereits prophylaktisch die giftige Raupe in besonders gefährdeten Bereichen wie Schulhöfen, Kindertagesstätten oder Spielplätzen mit Unterstützung der Fachfirma Angelkort bekämpft.

Auf eine flächendeckende Prophylaxe im gesamten Gemeindegebiet wurde im Hinblick auf die weiteren Lebewesen und Insektenarten in den möglicherweise betroffenen Bäumen verzichtet. Diese Vorgehensweise wurde im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld abgestimmt.

Der Bauhhof hat bereits Warnschilder aufgestellt

Die Bekämpfung der gefährlichen Raupe wird durch die Tiefbauabteilung der Gemeinde für alle öffentlichen Flächen koordiniert. In besagten gefährdeten Bereichen kommen die Experten von Angelkort ins Spiel. Alle übrigen Bereiche werden von den Mitarbeitern des Bauhofes überprüft.

Die gefährliche Raupe treibt in der Gemeinde Ascheberg wieder ihr Unwesen

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang. Die Gefahr der Raupe geh von den langen Bremmhaaren aus. © dpa

In der Gemeinde stehen sehr viele Eichen. Die Gemeinde bittet daher um Vorsicht und Rücksichtnahme im gesamten öffentlichen Bereich. Außerdem bittet Sie um Verständnis dafür, dass nicht alle Nester entfernt werden können. Der Bauhof hat bereits an einigen Stellen Warnschilder aufgestellt und wird in den kommenden Tagen weitere Warnhinweise anbringen.

Sperrungen gefährdeter Bereiche sind möglich

Sollte es notwendig sein, werden besonders gefährdete Bereiche zeitweise gesperrt. Hundebesitzer werden gebeten, mit ihren Tieren die Bereiche zu meiden.

Der Bauhof führt Ortsbesichtigungen sowie die mögliche Bekämpfung der Raupe nach der Reihenfolge des Meldungseinganges sowie nach dem Gefährdungsgrad durch.

Falls ein Befall in einer öffentlichen Grünanlage festgestellt wird, steht in der Tiefbauabteilung Friederike Schulze Althoff als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Telefon: (02593) 6096614 oder an schulzealthoff@ ascheberg.de.

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