Schreibwaren Angelkort in Herbern - betroffen von der Buchmarkt-Krise?

rnBuchbranche während Corona-Krise

Die mehrwöchige Schließung des Buchhandels hat starke Umsatzeinbuße nach sich gezogen. Seit der Wiedereröffnung zeigt sich jedoch: Das Medium Buch überlebt den Corona-Virus. Auch in Herbern?

Herbern

, 14.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Corona-Pandemie hat die Buchbranche starke Umsatzeinbrüche verzeichnet. Besonders gelitten hat die Reiseliteratur, was mit den weltweiten Reisebeschränkungen einhergeht. Seit den Lockerungen im Einzelhandel, gehen auch die Zahlen in der Bücherbranche wieder hoch. Das Buch ist somit ein krisenfestes Medium.

Das Schreibwarengeschäft Angelkort in Herbern ist da keine Ausnahme. Neben Büchern hat Angelkort Büro- und Schulartikel, Spielwaren sowie Geschenkartikel im Sortiment. „Der Umsatz ist im März und April ganz schön in die Knie gegangen“, sagt Benedikt Angelkort, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts in Herbern. „Dadurch, dass wir breit aufgestellt sind und nicht nur Bücher verkaufen, konnten wir uns damit ein bisschen abfangen.“

Kinderbeschäftigung als Gewinner der Krise

Zusammen hängt das mit dem deutschlandweiten Lockdown. Während dieser Zeit durfte Angelkort nur die Poststelle des Ladens öffnen. Bevor es in den Shutdown ging, haben die Bürger in Herbern Bücher „gehamstert“. „Vor der Krise lief es gut. Die Leute haben sich eingedeckt“, sagt Angelkort.

Vom „Hamstern“ hat vor allem die Kinder- und Jugendliteratur profitiert - so auch bei Angelkort. Vor dem Lockdown wurde alles rund um die Kinderbeschäftigung gut verkauft. Während der Zeit, in der Schulen und Kitas geschlossen waren, mussten die Kinder zu Hause unterhalten werden.

Bücher bei Angelkort online bestellen

Ebenfalls kam Angelkort zugute, dass der Buchladen schon vor der Corona-Krise mit einem eigenen Online-Shop gut aufgestellt war. Es gibt einen Bestell- und Lieferservice auf der eigenen Website. Dort kann man online bestellen und die Lieferung am nächsten Tag entweder im Laden abholen oder sie sich nach Hause bringen lassen. Von diesem Service haben die Herberner während des Lockdowns Gebrauch gemacht.

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Kaufverhalten normalisiert sich

Die Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zeigen, dass während des Shutdowns von Mitte März bis Mitte April der Umsatz der Buchhandlungen um etwa 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken sei. Weiterhin zeigen die Zahlen aber auch, dass der Buchbranche in den vergangenen Wochen die Reduzierung der Verluste gelungen sei. Seit die Buchhandlungen wieder öffnen durften, normalisiert sich das Kaufverhalten der Kunden.

Auch in Herbern habe sich mittlerweile wieder eine gewisse Normalität im Schreibwarengeschäft eingestellt, sagt Benedikt Angelkort. Besonders der Verkauf von Schulbüchern treibe den Umsatz zur Zeit wieder nach oben.

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