Herberner Ehepaar Bochmann besucht Indien - und bringt seine Gastgeber zum Staunen

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Das war für das Ehepaar Bochmann keine „normale“ Reise. Indien ließ die Bochmanns staunen - doch das beruhte auf Gegenseitigkeit. Und natürlich hat das Ehepaar viele Fotos mitgebracht.

Herbern

, 16.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Während für viele Menschen Indien lediglich ein Land ist, in dem große Modehersteller günstig produzieren lassen, ist es für andere ein Reiseland, das mit seiner vielfältigen Kultur und wunderschönen Landschaften ein wahres Urlaubsparadies ist. So auch für Angelika Bochmann (51), die im Jahr 2017 erstmalig mit einer Reisegruppe aus Herbern Pfarrer Joseph, der lange Jahre in Herbern gelebt hat, besuchte. „Da war ich dann mit dem Indienvirus infiziert“, sagt die gelernte Erzieherin.

Im Oktober dieses Jahres ging es dann gemeinsam mit Ehemann Uwe-Reiner Bochmann (54) und einer Reisegruppe aus Telgte abermals in das Land der Widersprüche. „Wir haben uns die Reise zu unserer Silberhochzeit geschenkt“, so der Küster der Kirche St. Benedikt. Bislang gehörte eher Ostfriesland mit seinen Inseln zum bevorzugten Reiseziel der Familie.

Berge, Ozeane und Regenwälder

Indien ist eine Bundesrepublik mit etwa 1,3 Milliarden Einwohnern, die sich aus 29 Bundesstaaten bildet. Während der Himalaya den Norden mit seiner kulturellen Vielfalt begrenzt, umrahmt der indische Ozean den grünen und fruchtbaren Süden mit seinen tropischen Regenwäldern.

Herberner Ehepaar Bochmann besucht Indien - und bringt seine Gastgeber zum Staunen

Sehenswürdigkeiten gibt es in Indien zu genüge. © Bochmann

Von Düsseldorf ging es für das Ehepaar Bochmann zusammen mit der Reisegruppe und Pater Ephrem OSB (Orden des Heiligen Benedikt) über Dubai nach Delhi, Agra, Jaipur und Cochin bis in das südlich gelegene Mararikulam. „Ich kannte das alles ja nur von Fotos, die meine Frau während ihrer ersten Reise gemacht hat“, sagt Bochmann.

Nachdem das Ehepaar sich nach 14 Tagen von der Reisegruppe verabschiedet hatte, ging es für die beiden noch für weitere 10 Tage zu Pfarrer Joseph, der inzwischen nach seinem Studium das Pastoral Animation Centre in Anakkara im Hochland des Bundesstaates Kerala leitet.

Herberner Ehepaar Bochmann besucht Indien - und bringt seine Gastgeber zum Staunen

Ein alter Bekannter: Pfarrer Joseph aus Herbern. © Bochmann

„Während der Norden mit seinen faszinierenden historischen Bauwerken fesselt, ist der Süden mit seiner prächtigen Pflanzenvielfalt ein wahrer Augenschmaus“, weiß das Ehepaar: „Nicht umsonst nennen die Inder Kerala „Gottes eigenes Land.“

Nach der vierzehntägigen Rundreise mit Pater Ephrem, zu der der Besuch vieler Sehenswürdigkeiten wie unter anderem dem imposanten Taj Mahal, den Backwaters (verzweigtes Wasserstraßennetz) in Kochi, eines Internates in der Benediktinerabtei in Kappadu sowie einer Grundschule zählte, ging es in Kerala deutlich gemächlicher zu: „Da Pfarrer Joseph arbeiten musste, waren wir viel allein unterwegs und haben einfach die beeindruckende Natur genossen.“

Herberner Ehepaar Bochmann besucht Indien - und bringt seine Gastgeber zum Staunen

So sehen die Teeplantagen im Hochland von Kerala aus. © Bochmann

Inder kennen kein Brot

Zu diesem Genuss gehörte sicherlich auch die große Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten, die die täglichen drei warmen Mahlzeiten bereicherten. „Inder kennen kein Brot“, so Angelika Bochmann. „Einmal habe ich in der Küche von Pfarrer Joseph ein Vollkornbrot für alle gebacken; die haben dann schon komisch geguckt und mochten gar nicht probieren.“ Die Menschen in Indien kennen zum Beispiel nur das Tandoori Roti, ähnlich der Tortilla oder auch das Bhatura, ein frittiertes Sauerteigbrot.

Herberner Ehepaar Bochmann besucht Indien - und bringt seine Gastgeber zum Staunen

Darf nicht fehlen: Der Taj Mahal © Bochmann

Neben Obst und Gemüse wird hauptsächlich Fisch und Huhn gereicht. „Das Essen ist immer hervorragend, manchmal nur viel zu scharf für europäische Gaumen“, so Uwe-Reiner Bochmann. Ausflüge zu einer Teeplantage, die Fahrt in einer Rikscha und der Ritt auf einem Elefanten gehören zu den weiteren vielen Höhepunkten, die die Reise für das Silberhochzeitspaar zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Diese Reise haben sie sich zur Silberhochzeit gewünscht und von vielen ihrer Gratulanten Geld dafür gechenkt bekommen

Herberner Ehepaar Bochmann besucht Indien - und bringt seine Gastgeber zum Staunen

Auch bei der Taufe der Tochter von Pfr. Josephs Neffen waren Bochmanns dabei. © Bochmann

„Der Straßenverkehr in den großen Städten ist allerdings die Hölle. Da wird einem schon angst und bang, wenn auf einer dreispurigen Straße plötzlich sechs Fahrzeuge nebeneinander fahren; angefangen von Autos über Fahrräder, Mopeds und Rikschas“ erzählt Uwe-Reiner Bochmann.

Für das Ehepaar steht jetzt bereits fest, dass es nicht die letzte Reise war, in „ein traumhaftes Land, in dem sowohl die Menschen als auch die Landschaft Ruhe und Zufriedenheit ausströmen“.

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Eindrücke von Marari Beach © Bochmann

Wer sich ebenfalls für eine Indienreise mit Pater Ephrem OSB interessiert, kann sich direkt unter 02504 9323133 an ihn oder aber auch unter 02599 759414 an Angelika Bochmann wenden, die bereits in der Vergangenheit einen Großteil der Reiseorganisation übernommen hat. Im kommenden Jahr findet die Reise in der Zeit vom 10. bis 24. Oktober statt.

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