Herberner Firma hat Aussichtsplattform gefertigt

Am Biggesee

Futuristisch erhebt sie sich aus dem Grün und ragt 90 Meter über der blauen Wasseroberfläche in die Höhe: die Aussichtsplattform „Biggeblick“, die seit dem 3. Juli als Attraktion für Besucher des Biggesees gilt. Gefertigt wurde die Plattform in Herbern.

HERBERN

von Von Tina Nitsche

, 03.11.2013, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gebaut wurde das Unikat im Münsterland. Um genau zu sein in Herbern. Die Firma Metallbau Günter Schrilz, die als Spezialist für Sonderanfertigungen gilt, hat das prachtvolle Monstrum erschaffen. Rund zweieinhalb Monate hat es gedauert, bis der Skywalk „Bigggeblick“ in Attendorn fertig war. Eine Anfertigung, die das Gefühl des Schwebens vermittelt und durch ihre Bauweise hoch über dem Wasser für eine andere Wahrnehmung sorgt. „Es ist tatsächlich so, als schwebe man über den Baumwipfeln und blickt runter auf das Wasser. Dieses Gefühl kann man nur schwer beschreiben“, versucht Günter Schrilz die Empfindungen wiederzugeben, die ihn ergriffen, als er erstmals über die fertige Plattform spazierte. Seine Plattform.

Schließlich haben er und sein Team sie gebaut, nachdem die Stadt Attendorn dem Herberner Unternehmen den Zuschlag erteilt hatte. Das Projekt selbst war alles andere als ein Spaziergang. „Alleine da hochzukommen, war schon so eine Sache“, erzählt Schrilz und verrät, dass der Autokran mit einem Trecker hochgezogen werden musste, da der Weg hinauf viel zu steil war. Zudem arbeitete das Team ständig „mit der Stechuhr“ im Nacken, Keine geringe Belastung. Denn alles musste koordiniert werden. „Das Material wurde zum Teil aus Portugal angeliefert, das muss man alles mit einkalkulieren.“ Dennoch sei der Auftrag ein ganz besonderer gewesen. „Es war eine echte Herausforderung, die viel Spaß gemacht hat“, bringt es Günter Schrilz auf den Punkt.  

Schließlich handelte es sich bei dieser Aufgabe um eine nicht alltägliche. „Das ist was anderes, ein solch großes und für jedermann begehbares Objekt zu bauen.“ Was Günter Schrilz besonders reizte: Es war alleine von der Statik her eine ungewöhnliche Idee. „Die Statik umfasste 580 Seiten, da musste jedes Detail berücksichtigt werden“, erinnert er sich noch an den Aufwand, die Zeichnungen zu fertigen. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Der „Biggeblick“ gilt als Besuchermagnet. An den Wochenenden besuchen zwischen 300 bis 800 Leute den Aussichtspunkt. Günter Schrilz gibt zu: „Wenn ich das so betrachte, dann erfüllt mich dieses Projekt mit Stolz.“