Hit-Markt Ascheberg: Neuer Investor äußert sich zu Zeitplan für Vollsortimenter

rnHit-Markt in Ascheberg

Seit Dienstagvormittag ist der neue Investor bekannt, der den Hit-Markt gemeinsam mit dem Unternehmen an der Lüdinghauser Straße in Ascheberg baut. Er äußerte sich zu den Zeitplänen.

Ascheberg, Herbern

, 13.10.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor der alten Rettungswache an der Lüdinghauser Straße in Ascheberg hatte sich am Dienstagmorgen (13. Oktober) bereits der Bagger positioniert. Arbeiter trugen nach und nach Styroporplatten, die zuvor im Gebäude verbaut waren, aus dem abgedeckten Mitteltrakt. Genau hier soll im Sommer 2022 der Hit-Markt eröffnen.

Bis Ende Oktober 2020 sollen sowohl die Rettungswache als auch der alte KiK-Markt, der seit einigen Wochen leer steht, abgerissen worden sein. Zumindest oberirdisch. Der Grund: artenschutzrechtliche Bedenken, denn die Gebäude könnten als Unterschlupf für Fledermäuse herhalten, erklären Gesche Ahmann (Fachgruppenleiterin Bauverwaltung) und Martin Wolf (Projektverantwortlicher und Klimaschutzmanager der Gemeinde).

Um sicherzugehen, dass es keine Fledermäuse in dem Gebäude gibt, habe die Gemeinde die Gebäude auch noch einmal mit einer ökologischen Baubegleitung in Augenschein genommen. Als Ausgleich werden an der Friedhofskapelle 10 bis 12 Nistkästen für Fledermäuse angebracht.

Bauantrag für Hit-Markt soll Ende 2020 eingereicht werden

Schon Ende der Woche sollen auf dem Gelände die Bagger beginnen, die Gebäude dem Erdboden gleich zu machen, erklärt Bernd Eink von der Abrissfirma Lukassen aus Ahaus. „Der Abbruch ist ein weiteres sichtbares, für mich persönlich gutes Zeichen“, sagt Noch-Bürgermeister Dr. Bert Risthaus. „Ich identifiziere mich sehr damit. Jetzt kann wieder ein Etappenziel erreicht werden.“ Auch wenn er das Ergebnis selbst nicht mehr im Amt einweihen werde.

Am Dienstag wurde auch der Investor und Bauherr bekannt, der den Hit-Markt gemeinsam mit dessen Mutterkonzern Dohle in Siegburg realisiert: die Ten Brinke-Gruppe mit Sitz im niederländischen Varsseveld. „Wir sind im Eiltempo als Investor an die Stelle von Hit gerückt“, sagt Malte Schröder von Ten Brinke. Doch in der Kürze der Zeit sei man sehr produktiv gewesen. Derzeit werde der Bauantrag vorbereitet, Ende 2020 soll er eingereicht werden. Schröder rechnet damit, dass die Genehmigung 4 bis 6 Monate später vorliegen wird. Dann folgen circa 10 bis 12 Monate Bauzeit.

Der Mitteltrakt der alten Rettungswache an der Lüdinghauser Straße ist bereits abgedeckt, damit sich hier keine Fledermäuse einnisten können.

Der Mitteltrakt der alten Rettungswache an der Lüdinghauser Straße ist bereits abgedeckt, damit sich hier keine Fledermäuse einnisten können. © Eva-Maria Spiller

„Wir freuen uns, das mit Ten Brinke zu realisieren“, sagt Simone Böllinger, Expansionsleiterin und Prokuristin bei Hit. Die Kunden erwarte eine „echte Vielfalt“ inklusive Orangensaftpresse mit Mehrweg-Glasflaschen, eine Smoothie- und eine Salatbar, Sushi, eine Fleischtheke mit eigenem Metzgermeister und teils eigener Produktion. Außerdem werde es viele Bio-Produkte geben, viele von der Marke „Alnatura“.

Flächenplan wird wegen Hit- und Aldi-Neubau geändert

Im Hintergrund laufe derzeit das Bauleitplanverfahren, erläutert Gesche Ahmann. Mit der Offenlegung der Pläne rechnet die Gemeinde im November, die vorab noch einmal juristisch durch die Kanzlei Wolter Hoppenberg aus Hamm geprüft werde. Dann haben Bürger einen Monat lang Zeit, sich dazu zu äußern, bevor der nötige Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes und der Feststellungsbeschluss der Änderung des Flächennutzungsplanes gefällt werden.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Verwaltungsmitarbeiter, Vertreter des Investorenunternehmens Ten Brinke, Bernd Eink von der Abriss-Firma Lukassen aus Ahaus und Simone Böllinger vom Hit-Mutterkonzern Dohle aus Siegburg waren am Dienstag (13. Oktober) auf dem Gelände der alten Rettungswache in Ascheberg zusammgekommen.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Verwaltungsmitarbeiter, Vertreter des Investorenunternehmens Ten Brinke, Bernd Eink von der Abriss-Firma Lukassen aus Ahaus und Simone Böllinger vom Hit-Mutterkonzern Dohle aus Siegburg waren am Dienstag (13. Oktober) auf dem Gelände der alten Rettungswache in Ascheberg zusammengekommen. © Eva-Maria Spiller

Zeitgleich soll der Bauantrag für den Markt eingereicht werden. Während des Wartens auf die Baugenehmigung sollen auf dem Gelände dann schon einmal vorbereitende Arbeiten wie das Verlegen von Leitungen durchgeführt werden.

„Es ist ein komplexes Verfahren“

„Es ist ein komplexes Verfahren“, sagt Martin Wolf, da in die Entwicklung des Geländes neben dem Hit-Markt auch die Umgestaltung der Lüdinghauser Straße, und des Eschenplatzes hineinfallen. Auch der Aldi-Markt werde neu gebaut und vergrößert. „Es gibt viel aufeinander abzustimmen.“ Für beide Märkte wird aus der „Fläche für den Gemeinbedarf“ durch die alte Rettungswache ein „Sondergebiet Einzelhandel“.

Bauplanungsrechtlich stehe derzeit nur noch der Umweltbericht aus, der dann zum Zuge kommt, wenn sich die Planungen im Entwurfsstadium befinden. Im Falle des Ascheberger Geländes befinde sich der Bebauungsplan in einem „weit fortgeschrittenen Entwurfsstadium“, so die Gemeinde. „Ein enger und detaillierter Abstimmungsprozess mit den Vorhabenträgern ist im Gange.“

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