Hochzeiten in Corona-Zeiten: Ascheberger Standesbeamtin zieht Zwischenbilanz

rnCoronavirus in Ascheberg

Die Corona-Pandemie hat auch in der Gemeinde Ascheberg zu Herausforderungen für Brautpaare geführt. Während einige ihre Hochzeit verschoben, hielten andere an ihren Terminen fest.

Ascheberg, Herbern

, 03.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Pandemie hat das Leben in Deutschland ab Mitte März kurzzeitig in den Beinahe-Stillstand katapultiert. Über Wochen waren Betriebe geschlossen, kulturelle Veranstaltungen wurden verboten. Auch Hochzeiten konnten zeitweise nicht mehr stattfinden.

Auch in der Gemeinde Ascheberg hat die Corona-Pandemie in Sachen Hochzeit zu Einschnitten geführt. „Es gab drei Verschiebungen ins nächste Jahr, drei haben ihre Hochzeit auf später in diesem Jahr verschoben“, sagt Margrit Bohnenkamp, Standesbeamtin der Gemeinde Ascheberg. Drei weitere Paare hätten an ihrem Termin festgehalten, in der Hoffnung, dass die Lockerungen dann wieder eine Trauung zulassen.

Bisher haben 20 Trauungen in der Gemeinde stattgefunden

Insgesamt habe es in der Gemeinde Ascheberg in diesem Jahr nicht so viele Hochzeiten gegeben wie im Vorjahr - insgesamt 20 Trauungen hat es inklusive des 31. Juli 2020 in der Gemeinde Ascheberg gegeben. 12 fanden allein im Burgturm in Davensberg statt. Doch auch ohne Corona hätte die Gemeinde die Vorjahreswerte von rund 60 Trauungen pro Jahr nicht erreicht, so Bohnenkamp.

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Allein im August kommen nochmal 12 Trauungen in der Gemeinde dazu. Der August sei schon ein klassischer Hochzeitsmonat und sei gefragter als Termine in den Ferien, sagt Bohnenkamp: „Bei uns klappt das immer mit den Terminen, das ist nicht das Problem.“ So hätten auch noch Kurzentschlossene die Gelegenheit, sich noch in diesem Jahr standesamtlich trauen zu lassen. Die Saison im Burgturm geht allerdings nur noch bis Anfang Oktober. Ab dann werde es einfach zu kalt, um sich dort trauen zu lassen, sagt Bohnenkamp. Ab dann müssen Brautpaare auf den Saal im Standesamt im Rathaus ausweichen.

In NRW sind aktuell bis zu 150 Traugäste erlaubt

Bei Trauungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten, wo Gäste mit anderen Rathausbesuchern im selben Gebäude sein könnten, sind die Hochzeitsgesellschaften strikt dazu angehalten, ihre Masken zu tragen und die Distanz zu anderen zu wahren. Wenn die Trauungen außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden, seien die Regeln nicht so streng, so Bohnenkamp.

Generell seien die Gesellschaften dazu angehalten, die Masken, bis sie im Trauzimmer Platz genommen haben, zu tragen. Dann dürfen diese abgenommen werden. Auf einen Spuckschutz zwischen Standesbeamten und Gesellschaft verzichte man in der Gemeinde aber und setze eher auf Abstand, erklärt die Standesbeamtin.

Seit dem 15. Juli dürfen Hochzeitspaare wieder mit bis zu 150 Gästen feiern. So sieht es die neueste Verordnung des Landes NRW vor. Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht gelten dabei nicht, soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit sichergestellt sind, heißt es dazu vonseiten des Landes weiter.

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