Regionale Produkte

Hofläden und Biobauern: Grüne Ascheberg veröffentlichen Übersichts-Broschüre

35 Hofläden, Biobauern, Milchtankstellen und mehr: Die Grünen in Ascheberg haben einen Übersichts-Flyer für regionale Produkte in Ascheberg und im Umland herausgegeben.
Karsten Senne, Sprecher der Grünen Ratsfraktion in Ascheberg, übergibt den Flyer an Jan Spliethofe (links), der den Biohof Spliethofe in Senden führt. © Grüne Ascheberg

„Klimaschutz durch kurze Wege“ ist eine Strategie, die Dr. Anne-Monika Spallek, künftiges Bundestagsmitglied der Grünen für den Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II, immer wieder im Gespräch mit Betrieben und Bürgern betone, teilen die Grünen aus Ascheberg in einer Pressemitteilung mit. „Denn für die Stärkung kleiner, bäuerlicher Betriebe und eine starke regionale Wirtschaft möchte sie sich in Berlin ganz besonders einsetzen.“ Die Grünen Ascheberg haben deshalb die Informationsbroschüre „Produkte aus der Region“ zu regionalen Einkaufsmöglichkeiten bei Direktvermarktern zusammengestellt.

35 Hofläden, Betriebe, Fleischereien, Milchtankstellen, Biomärkte und Stände auf Wochenmärkten in der Umgebung, die regionale (Bio-)Produkte anbieten, sind in dem ansprechend gestalteten Flyer aufgeführt. „Die Auswahl an frischen, leckeren Lebensmitteln ist riesig: Von Obst, Gemüse und Kartoffeln über selbst gebackenes Dinkelbrot bis hin zu Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung ist alles dabei. Viele der aufgeführten Landwirte arbeiten zudem mit hohen ökologischen Standards.“

Kein Kostendruck durch die Vermarktung an Großanbieter

Ein Beispiel sei der Biohof Spliethofe in Senden, denn seit 2016 arbeite der Familienbetrieb erfolgreich nach den Richtlinien von Bioland, die neben der Tierhaltung auch für die Futtermittel und den Ackerbau gelten. So werde zum Beispiel auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie auf chemische erzeugte Mineraldünger verzichtet und durch die Aussaat verschiedener Früchte in einer bestimmten Reihenfolge ausgeglichen. Die Bio-Schweine bekämen zudem Spiel- und Beschäftigungsmaterial, Zugang zum Außenbereich und deutlich mehr Platz. Eine hohe Diversität auf den Feldern und glückliche Tiere bestätigen die Familie immer wieder in ihrer Arbeit.

Mit dem Flyer wollen die Ascheberger Grünen dazu beitragen, regional erzeugte Produkte auch vor Ort zu verbrauchen. Denn von der Direktvermarktung profitierten die Landwirte, die sich dann nicht dem Kostendruck großer Ketten beugen müssen, und zusätzlich werde das Klima durch kurze Wege geschont.

Der Flyer liegt bei allen aufgeführten Betrieben aus und ist kostenlos erhältlich. Er kann außerdem über die Website der Ascheberger Grünen abgerufen werden unter www.gruene-ascheberg.de/produkte-aus-der-region. Dort sind zudem die Websites der jeweiligen Betriebe – soweit vorhanden – verlinkt, sodass auch direkt Informationen über den Anfahrweg oder weitere saisonale Produktangebote eingeholt werden können.

Alle gelisteten Vermarkter seien im Vorfeld von den Ascheberger Grünen kontaktiert worden, um eine Einwilligung zur Veröffentlichung einzuholen. Dabei stießen die Grünen meist auf positive Resonanz und viele seien regelrecht begeistert von der Idee gewesen. In Bezug auf die Tatsache, dass einige die gleichen Produkte anbieten, meinte eine Inhaberin nur: „Wir unterstützen uns gegenseitig, Futterneid kennen wir nicht!“