Hotel garni „Zum Wolfsjäger“ baut in Corona-Zeit weiter auf Handwerker

rnHotel garni „Zum Wolfsjäger“

Das Ehepaar Bleckmann hatte das Hotel garni „Zum Wolfsjäger“ Mitte Januar, kurz vor dem Ausbruch der Coronakrise übernommen. Jetzt ziehen es Bilanz über die vergangenen Corona-Monate.

von Charlotte Schuster

Herbern

, 28.09.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Thorsten und Claudia Bleckmann führen das Hotel garni „Zum Wolfsjäger“ in Herbern seit Mitte Januar. Wenige Wochen bevor sich das Coronavirus ausbreitete, übernahmen sie das Hotel von der Vorgängerin Teresa Bock. Im Normalfall seien von den Gästen im Hotel ungefähr 2 Prozent Touristen, 20 bis 30 Prozent Privatgäste und der größte Anteil seien Berufstätige. Momentan gebe es allerdings nur die Hälfte an Buchungen von Privatgästen.

Schließlich finden keine Feiern, keine Familienveranstaltungen und keine Geburtstage statt, weshalb die Leute weniger Gründe hätten, nach Herbern zu kommen, erklärt Hotelinhaber Thorsten Bleckmann. Am Freitag (25. September) wurden aufgrund der steigenden Coronafälle in Hamm sogar drei Doppelzimmer für die Nacht storniert. Bedenklich ist die Lage im Hotel aber momentan trotzdem nicht.

Das Hotel sei zwar weniger von Privatleuten gefragt, aber berufliche Übernachtungsgäste besuchen das Hotel weiterhin. „Handwerker können ihre Arbeit nicht am Telefon machen“, so Beckmann. Der Inhaber des Hotels ist zuversichtlich was die Hotelbesucher im Winter betrifft, da weiterhin Berufstätige kommen werden.

Der Weinkeller ist nur noch für 20 Gäste geöffnet

Nachdem auch der Weinkeller für eine längere Zeit geschlossen bleiben musste, ist er nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt wieder jeden Freitagabend geöffnet. Statt 35 bis 40 Leute dürfen jedoch nur noch 20 Leute den Weinkeller betreten.

An den anderen Tagen kann der Raum zwar vermietet werden, aber dies ist coronabedingt nur für besondere Anlässe möglich. Momentan gebe es nur sehr wenige Anfragen für die Vermietung des Weinkellers, so der Hotelbesitzer. Auch der Saalbetrieb sei momentan komplett eingeschränkt. Seitdem die Familie Bleckmann das Hotel übernommen hat, konnte noch keine Feier in den Veranstaltungssälen stattfinden.

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Die Besucher können wie gewohnt im Hotel übernachten und frühstücken, jedoch müssen sie ein paar Hygieneregeln beachten. Die Daten der Gäste müssen wie auch bei Veranstaltungen dokumentiert werden, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Beim Frühstück ist es relevant, dass die Atemschutzmasken erst am Tisch abgenommen werden. Zudem findet das Frühstück nun auch im Veranstaltungsaal statt, damit der nötige Mindestabstand eingehalten werden kann. Des Weiteren, sind mehrere Desinfektionsspender im Hotel aufgestellt.

Umsatz des Hotels ist um die Hälfte eingebrochen

Anfangs war das Ehepaar zufrieden mit den Übernachtungszahlen und mit der Nachfrage für die beiden Veranstaltungssäle. Sowohl Touristen als auch Privatleute haben nach der Eröffnung in ihrem Hotel übernachtet. Auch die Veranstaltungssäle waren für Feierlichkeiten sehr gefragt. Der Weinkeller war freitagabends ebenfalls sehr gut besucht.

Anschließend durften coronabedingt eine längere Zeit keine Feiern mehr stattfinden und Hotels durften keine Touristen mehr beherbergen. Der Umsatz des Hotels garni „Zum Wolfsjäger“ sei in dieser Zeit um die Hälfte eingebrochen, so Hotelinhaber Thorsten Bleckmann.

Berufstätige durften weiterhin in Hotels unterkommen. Aufgrund dessen, waren die Einnahmen innerhalb der Woche auch relativ gut und um einiges besser als der Ertrag am Wochenende. Die Einbußen für den Verlust der Privatleute waren hingegen extrem hoch, erklärt Bleckmann.

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