Immer weniger Priester: Bistum plant Neustrukturierung

Kreisdekanat

Das Bistum Münster plant offenbar eine Neustrukturierung der Kirchengemeinden. Davon sind auch das Dekanat Werne und das Dekanat Lüdinghausen betroffen.

HERBERN

von Von Daniel Claeßen

, 21.01.2011, 14:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einer Unterschriftenaktion wollen die Herberner eine Fusion der drei Pfarrgemeinden verhindern.

Mit einer Unterschriftenaktion wollen die Herberner eine Fusion der drei Pfarrgemeinden verhindern.

Einen entsprechenden Plan habe das Bistum Münster erstellt, der nun den Dekanaten mitgeteilt würden. Der Definitor des Dekanats Werne, Pfarrer Heiner Innig, zeigte sich über den Vorstoß des Kreisdekanats überrascht: „Wir befinden uns eigentlich in einem sehr frühen Stadium, in dem man noch keine konkreten Aussagen machen kann.“ Gerade wegen der hohen Sensibilität des Themas hätte er sich zunächst interne Diskussionen gewünscht, um „unnötige Aufregung innerhalb der Kirchengemeinden zu vermeiden“. Klaus Martin Niesmann, Pfarrdechant der Gemeinde St. Christophorus, rechnet nicht damit, dass es in Werne zu einer weitere Fusion – in diesem Fall die der beiden Großgemeinden St. Christophorus und Seliger Nikolaus Groß – kommen wird. „Das ist ein erstes Treffen, in dem grundsätzliche Dinge besprochen werden“, glaubt er. Für konkrete Ergebnisse sei es noch zu früh. 

In Herbern geht der Vorstand der Kirchengemeinde St. Benedikt hingegen fest davon aus, dass die Fusion mit St. Lambertus Ascheberg und St. Anna Davensberg zu einer Großgemeinde kommen wird. Im vergangenen Jahr gab es deshalb bereits verschiedene Aktionen wie eine gemeinsame Radtour oder einen Freiluft-Gottesdienst, um die Gemeindemitglieder miteinander vertraut zu machen.