Die Gemeinde Lüdinghausen und die Stadt Drensteinfurt wollen ihre Windenergie ausbauen. © Symbolbild picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Windenergie nahe Ascheberg

Ja zu Windenergie bei Lüdinghausen, Nein zu Drensteinfurt aus Ascheberg

Die Gemeinde Lüdinghausen und die Stadt Drensteinfurt wollen in Sachen Windenergie vorankommen, eine wichtige Stimme ist als Nachbarkommune da die der Gemeinde Ascheberg.

Lüdinghausen und Drensteinfurt wollen an ihren Gemeindegrenzen zu Ascheberg ihre Windenergie voranbringen und Windkrafträder installieren. Während die Gemeinde Ascheberg ihrerseits ihr Ok für eine der Gemeinden gab, gab es ein Nein für die andere aus dem Großteil der Politik im Bau- und Planungsausschuss (BPA) am Donnerstagabend (25. November) im Ascheberger Rathaus.

Zunächst ging es um zwei von sechs Windkraftzonen, die Lüdinghausen nahe der Ascheberger Gemeindegrenze plant: beide, eine von 5 Hektar Größe (Potenzialfläche 2a) und eine von 34 Hektar Größe (Potenzialfläche 2b), befinden sich jeweils seitig der Kreisstraße K 3 (Alte Ascheberger Straße) im Nordosten der Gemeinde und werden bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Das nächstgelegene Wohngebäude auf Ascheberger Gebiet ist die Nordkirchener Straße 79 und circa 480 Meter entfernt.

Hammwöhner: „Wir müssen den Gegenwind aufgeben“

Das ist deshalb wichtig, weil Windenergieanlagen im unbeplanten Außenbereich, die einen Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohngebäuden nicht einhalten, nicht mehr privilegiert sind. Auf beiden Potenzialflächen könnte mindestens je eine Windanlage mit einer Referenzhöhe von 200 Metern entstehen. Letztendlich beschloss der BPA einstimmig, der Gemeinde Lüdinghausen keine Steine in den Weg zu legen. „Ich nehme mit Freude zur Kenntnis, dass wir da nicht gegen angehen. Wir wollen die Energiewende und müssen der Windkraft Raum geben. Wir müssen den Gegenwind aufgeben“, erklärte Elmar Hammwöhner stellvertretend für die Orts-SPD. Maria Schulte-Loh sprach sich für die CDU ebenfalls für das

Drensteinfurt hatte Ascheberg um Stellungnahme gebeten, weil die Stadt eine Windenergieanlage zwischen Försthövel-Merschstraße, Nordick-Hammer Straße und Försthövel-Immelbrink errichten möchte. Vom Schloss Itlingen würden die Anlage 578 Meter trennen. Die Stellungnahme des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der das Vorhaben aus denkmalpflegerischer Sicht beurteilt, steht noch aus.

Brümmer: „Wir können das nicht verstehen“

Frank Holtrup (FWA) erklärte, es könne nicht der Ernst der Politik sein, Windenergie in Nachbarkommunen Steine in den Weg zu legen, während man selber in Ascheberg nicht vorankäme. „Wir sehen da keine Bedenken wegen des Denkmals, weil es nicht so frequentiert ist wie Westerwinkel. Wir wollen der Windenergie da Raum anbieten.“ Auch Volker Brümmer (SPD) äußerte sich positiv gegenüber der Windenergiebestrebungen Drensteinfurts: „Wir können nicht verstehen, warum wir immer wieder Gründe suchen, das zu verhindern. Bei den vielen Bäumen muss man sich schon sehr recken, um da Windenergiegeräte sehen zu können.“

Doch die Argumente konnte den Großteil der restlichen Ausschussmitglieder nicht überzeugen, sodass 9 Stimmen die Verwaltung damit beauftragten, der Stadt Drensteinfurt erhebliche Bedenken zur Windenergieanlage in der Konzentrationszone 7 vorzutragen.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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