Jahrelange Haft für Arbeitsagentur-Betrüger?

Prozess gegen Ascheberger

Den Großbetrüger aus Ascheberg, der die Arbeitsagentur um viel Geld betrogen hat, erwartet eine Haftstrafe ohne Bewährung. Staatsanwalt Hans-Jörn Jansen hat am Donnerstag vor dem Dortmunder Landgericht drei Jahre und fünf Monate Haft für den 67-Jährigen beantragt. Das Urteil wird am Montag erwartet.

ASCHEBERG

26.01.2017, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unmittelbar vor den Plädoyers hatte sich der Angeklagte noch einmal persönlich an die Richter gewandt. Er habe eingesehen, dass er große Fehler gemacht habe, sagte er. Vor allem, dass er das Vertrauen einer früheren Geschäftspartnerin missbraucht habe, tue ihm sehr leid.

„Dafür möchte ich mich entschuldigen“, sagte der Ascheberger. Außerdem kündigte er an, über die bereits zurückgezahlten 10.000 Euro hinaus weitere Schadenswiedergutmachung zu betreiben.

Staatsanwalt: Gesamtschaden rund 320.000 Euro

Der Staatsanwalt rechnete dem 67-Jährigen sein volles Geständnis und die Entschuldigung zwar hoch an. Dennoch müsse der Ascheberger hart bestraft werden, sagte Jansen. „Er war der Spiritus Rector eines ausgeklügelten Betrugssystems zu Lasten der Arbeitsagenturen“, sagte Staatsanwalt Jansen.

Der Angeklagte habe ein Firmengeflecht dazu benutzt, immer wieder neue Fördermittel und andere Leistungen zu beantragen, die ihm eigentlich überhaupt nicht zugestanden hätten. Den Gesamtschaden bezifferte der Staatsanwalt auf rund 320.000 Euro.

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