Johannes Ostheus debütiert mit "Tante Frieda"

KAB-Laienspielschar

„Ik sin Knecht Willm“, verkündet Johannes Ostheus in tadellosem plattdeutsch und strahlt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gibt er in dem Stück "Tante Frieda" sein Debüt bei der Laienspielschar der KAB. Am Wochenende war Generalprobe.

HERBERN

von Von Tina Nitsche

, 18.12.2011, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spielten sich mit viel Charme in die Herzen der Zuschauer: Debütant Johannes Osthues (l.) und Christoph Freise (r.) Foto: Tina Nitsche

Spielten sich mit viel Charme in die Herzen der Zuschauer: Debütant Johannes Osthues (l.) und Christoph Freise (r.) Foto: Tina Nitsche

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Probe der Laienspielschar in Herbern

Wenn die Laienspielschar der KAB Herbern am zweiten Weihnachtstag mit dem Stück "Tante Frieda" Premiere feiert, steht der 18-jährige Johannes Osthues erstmals auf der Bühne.
18.12.2001
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Von Ingenieur Paul Koppmann (Carsten Abend, l.), lässt sich Knecht Gerd Brinkmöller (Christoph Freise, r.) nicht beeindrucken.
Dienstmagd Anni (Kathrin Schulze Aquack Mitte) steht ihre Frau und lässt sich von den beiden Knechten nciht die Butter vom Brot nehmen. Foto: Tina Nitsche
Konzentriert aber nicht wirklich vom Lampenfieber geplagt gab sich Johannes Ostheus kurz vor dem Auftritt hinter der Bühne.
Spielten sich mit viel Charme in die Herzen der Zuschauer: Debütant Johannes Osthues (l.) und Christoph Freise (r.) Foto: Tina Nitsche
Zwei Knechte unter sich: Als Knecht Wilmm Pohlmeier gab Johannes Osthues (l.) am Samstag - hier in einer Szene mit Christoph Freise (r.) bei der Generalprobe zum Plattdeutschen Theaterstück "Tante Frieda" erfolgreich sein Debüt bei der KAB Laienspielschar. Foto: Tina Nitsche
Gut gelaunt in der Maske: Aus Johannes wurde Knecht Willm, dafür sorgte Maskenbildnerin Martina Nachtmann. Foto: Tina Nitsche
Gut gelaunt verfolgt Johannes Ostheus seine "Verwandlung" in der Maske.
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Für den 18-jährigen Debütanten bedeutet das: Warten. Ihm scheint es nichts auszumachen. Munter erzählt er derweil, dass er schon als Kind oft im Plattdeutschen Theater zu Gast war. Auch des Plattdeutschen ist er mächtig. „Das habe ich bei der ehemaligen Lehrerin Aenne Fischer gelernt“, verrät er und gibt zu, dass diese Kenntnisse mit der Zeit ein wenig eingerostet waren. „Die Vorbereitungen zum Stück waren eine prima Auffrischung“, war er während der vielen Proben schnell wieder drin in der plattdeutschen Sprache.

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Wenn die Laienspielschar der KAB Herbern am zweiten Weihnachtstag mit dem Stück "Tante Frieda" Premiere feiert, steht der 18-jährige Johannes Osthues erstmals auf der Bühne.
18.12.2001
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Von Ingenieur Paul Koppmann (Carsten Abend, l.), lässt sich Knecht Gerd Brinkmöller (Christoph Freise, r.) nicht beeindrucken.
Dienstmagd Anni (Kathrin Schulze Aquack Mitte) steht ihre Frau und lässt sich von den beiden Knechten nciht die Butter vom Brot nehmen. Foto: Tina Nitsche
Konzentriert aber nicht wirklich vom Lampenfieber geplagt gab sich Johannes Ostheus kurz vor dem Auftritt hinter der Bühne.
Spielten sich mit viel Charme in die Herzen der Zuschauer: Debütant Johannes Osthues (l.) und Christoph Freise (r.) Foto: Tina Nitsche
Zwei Knechte unter sich: Als Knecht Wilmm Pohlmeier gab Johannes Osthues (l.) am Samstag - hier in einer Szene mit Christoph Freise (r.) bei der Generalprobe zum Plattdeutschen Theaterstück "Tante Frieda" erfolgreich sein Debüt bei der KAB Laienspielschar. Foto: Tina Nitsche
Gut gelaunt in der Maske: Aus Johannes wurde Knecht Willm, dafür sorgte Maskenbildnerin Martina Nachtmann. Foto: Tina Nitsche
Gut gelaunt verfolgt Johannes Ostheus seine "Verwandlung" in der Maske.
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Gutgelaunt spekuliert er über seine Frisur. „Ich will die zu Guttenberg Frisur“, meldet er schon einmal seine Wünsche bei Martina Nachtmann an. Ob davon allerdings noch viel zu sehen sein wird? Regisseur Andreas Nienhaus hat da so seine Zweifel. „Du trägst doch ein Käppi, wo ist es überhaupt?“ begibt er sich auf die Suche nach der Kopfbedeckung. Johannes kann unterdessen in der Maske Platz nehmen.

Martina Nachtmann greift zu einem Topf und verreibt eine zähfließende Masse zwischen ihren Händen, die anschließend auf den Haaren von Johannes verteilt wird. „Butter“, grinst Nienhaus. „So war das üblich in den 60er Jahren“. Für einen kurzen Auenblick weiten sich die blauen Augen von Johannes Osthues. Martina Nachtmann muss lachen und kann ihn beruhigen: „Wir nehmen Frisiercreme.“ Johannes verfolgt jeden Schritt im Spiegel. „Theo hat sein Comeback“, lacht er, als seine Frisur nach einer Weile verdächtig der des Ex- Verteidigungsministers gleicht.

Völlig unbefangen macht er seine Späßchen, von Lampenfieber nicht die Spur. „Nein, nicht wirklich, höchstens ein bisschen angespannte Konzentration“, erklärt der Debütant, der seine ersten Bühnenerfahrungen 2010 in der Schule als Don Juan sammelte. „Du bist jetzt ein anderer, nicht mehr der Johannes“, entlässt ihn Martina Nachtmann nach einer Weile aus der Maske. Nur wenig später gibt Johannes ein gelungenes Debüt bei der Generalprobe: Als Knecht Willm.

Wer Johannes Osethues in der Rolle des Knechts sehen will, der hat die Möglichkeit bei der Premiere am zweiten Weihnachtsfeiertag. Denn alle anderen Vorstellungen für das Stück „Tante Frieda“ sind ausverkauft. Karten für die Premiere gibt es an der Abendkasse.