Dank „göttlichem“ Bautrupp: Krippe mit Figuren aus dem 19. Jahrhundert steht wieder in St. Benedikt

rnKirche St. Benedikt

Die Kirche St. Benedikt ist für die Weihnachtszeit gerüstet - auch, weil das „Krippenbauteam“ ganze Arbeit geleistet hat. Doch ganz so einfach war der Aufbau dann doch nicht.

Herbern

, 18.12.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Kirche St. Benedikt geht es zu, wie auf einer Großbaustelle. Aus der einen Ecke hört man ein „Halt mal eben hier fest“, aus der anderen hallt ein „Wo haste denn jetzt schon wieder den Schraubendreher hingepackt“ hinüber. Das „Krippenbauteam“, wie sich die sieben Ehrenamtler der Gemeinde nennen, ist am Dienstag, 17. Dezember, fleißig am Werkeln. Das Gotteshaus muss fit gemacht werden für die Weihnachtszeit - inklusive geschmückten Christbäumen und natürlich der traditionellen Krippe.

Hans Kraß (70) und Bernhard Gesenhoff (66) sind gerade mit letzterer schwer beschäftigt. Auf dem Podest liegen Zettel mit Bildern. Es ist die Aufbauanleitung für das mehr als 25 Jahre alte Stück. Die Rückwand steht bereits. Nun werden die Balken angeschraubt. „Sie glauben gar nicht, wie gut wir hier organisiert sind“, sagt Küster Uwe-Reiner Bochmann lachend, als er an dem Podest vorbeigeht und einen Blick auf die Bauanleitung wirft.

Dank „göttlichem“ Bautrupp: Krippe mit Figuren aus dem 19. Jahrhundert steht wieder in St. Benedikt

So sollte es aussehen, wenn‘s fertig ist: Die Krippe mit den Figuren aus dem 19. Jahrhundert. © Felix Püschner

Kompizierter als ein Ikea-Schrank

Das muss auch so sein. Denn der Krippenaufbau ist etwas komplizierter als die Montage eines Ikea-Schranks. Mal eben schnell ein paar Stücke Holz zusammenschrauben? „Dann würden wir Probleme bekommen. Es ist wichtig, die Schritte in der richtigen Reihenfolge zu erledigen. Sonst passt das am Ende nicht“, sagt Bochmann - und ergänzt wieder mit einem Lachen: „Aber wir sind da schon Fachleute. Wir bauen die ja nicht zum ersten Mal auf.“ Dann können die Kirchenbesucher ja beruhigt sein.

Dank „göttlichem“ Bautrupp: Krippe mit Figuren aus dem 19. Jahrhundert steht wieder in St. Benedikt

So lief der Krippenaufbau in der Kirche St. Benedikt. © Felix Püschner

Die Vorarbeiten für den Aufbau sind sogar schon am Samstag gestartet. „Da haben wir das Moos aus dem Wald geholt“, sagt Bochmann. Soll schließlich alles möglichst authentisch sein. Und angemessen für die Figuren, die später hier stehen werden: Jesuskind, Maria, Josef, Schaf, Ochse und Esel sind dabei - genauso wie die drei Hirten, die Könige und natürlich auch der Engel. Allesamt aus Vollholz und darüber hinaus ziemlich betagt. „Die wurden im 19. Jahrhundert aus Tirol bestellt“, sagt Bochmann. Seither sind sie in Herbern untergebracht.

Dank „göttlichem“ Bautrupp: Krippe mit Figuren aus dem 19. Jahrhundert steht wieder in St. Benedikt

Das Krippenbauteam besteht aus Hans Kraß, Uwe-Reiner Bochmann, Alfons Nordhoff, Heinz Wesselmann, Bernhard Börste, Josef Krampe und Bernhard Gesenhoff. © Felix Püschner

Dann steigt der Küster auf eine der hohen Leitern, um den großen Christbaum mit einer Lichterkette zu schmücken. Der steht genauso wie die Krippe noch bis Mitte Januar in der Kirche St. Benedikt. Und nach knapp fünf Stunden Arbeit ist die Kirche am Dienstag dann auch tatsächlich fit für die Weihnachtszeit. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes des „Krippenbauteams“.

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