Klimapilger wollen weiter auf Umweltschutz hinweisen

Zur Klimakonferenz

Mit den Füßen aufbegehren und mit den Füßen beten – das Pilgern für den Klimaschutz von Flensburg nach Paris, wo am 30. November die UN-Klimakonferenz beginnt, hat viele Gesichter. Das bewies auch der Zwischenstopp am Sonntag in Herbern.

HERBERN

von Elisabeth Plamper

, 19.10.2015, 18:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Neben den „Dauerpilgern“ gehen viele Pilger auch nur eine Etappe mit. So zum Beispiel die beiden 16-jährigen Paula und Felix vom Pfadfinderstamm Lüdinghausen. Sie fanden es sehr anstrengend, hätten aber auch viele Erfahrungen gesammelt. Auch Marlies Beyer (60) lief die Sonntagsetappe mit. „Ich wandere gern und in der Gruppe macht es noch mehr Spaß“, sagt sie. Das Thema Fracking hat sie besonders interessiert.

Umwelt und Klimaschutz

Rita Potthoff aus Lüdinghausen entschied sich ebenfalls, von Rinkerode nach Herben zu pilgern. „Ich gehe mit, weil es mir wichtig ist, ernsthaft über unsere Umwelt und den Klimaschutz nachzudenken. Darauf muss man auch die Politiker immer wieder aufmerksam machen. Ich finde es gut, dass an den Rastorten Listen ausliegen, in denen man sich eintragen kann, um zu zeigen, dass man hinter dem Klimaschutz steht“, sagt sie.

Auch einige Clemensschwestern aus Münster scheuten den Fußmarsch nicht und unterstützten betend das Klimapilgern. An der Etappe „vor der Haustür“ beteiligten sich außerdem Vertreter des Ökumenischen Arbeitskreises Lüdinghausen und der Pax Christi Gruppe Coesfeld. „Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ist ein Thema, das Christen verbindet“, erklärte Peter Meyer, Pfarrer im Ruhestand der katholischen Kirchengemeinde St. Felicitas Lüdinghausen.

„Wir haben nur diese eine Erde. Es gibt keinen zweiten Versuch.“ Pastoralreferentin Barbara Kuhlmann stellte für sich fest: „Es war sehr spannend, viele neue Menschen kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.“ Mit einem Gottesdienst in der evangelischen Auferstehungskirche endete der Pilgertag zum Thema „Flözgas-Bohrung in Nordick“. 

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