Kreative Figuren entstehen aus wetterfestem Beton

VHS-Kursus

ASCHEBERG Sechs Abende werkelten die Frauen im VHS-Kursus an ihren Skulpturen. Viel Arbeit steckten sie in ihre Werke, doch der Fleiß hat sich gelohnt: einzigartige Figuren sind während dieser Zeit entstanden.

von Von Tina Nitsche

, 21.11.2009, 07:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Akkurate Pinselarbeit ist gefragt, damit die Seerobbe hinterher auch echt aussieht.

Akkurate Pinselarbeit ist gefragt, damit die Seerobbe hinterher auch echt aussieht.

Der Fön surrt auf höchster Stufe, der Geruch von Farbe hängt in der Luft. Die Tür des Werkraums in der Realschule steht weit auf an diesem Abend. Der Fön verstummt. Es herrscht Stille. Nur ein leises streichendes Geräusch ist zu hören, als Dagmar mit dem Pinsel über die Stele fährt. Gleichmäßig verteilt sie die braune Fassadenfarbe auf dem Betonuntergrund. "Fertig", lacht sie und schiebt das schwere Teil mit einigem Kräfteaufwand vorsichtig zur Seite. "Jetzt fehlen nur noch die Flügel für diesen Engel". Die liegen bereits gefertigt aus feinem Draht auf dem Tisch.  Gerüst aus Draht oder Styropor Es war ein langer Weg, den Dagmar und ihre sechs Mitstreiterinnen zurückgelegt haben. Doch an diesem Abend unternehmen sie die letzten, die farblichen, Schritte und vollenden ihre Werke. Die Frauen waren nun sechs Abende bei dem VHS-Kurs "Arbeiten mit Beton" kreativ. Unter der Anleitung von Kursleiterin Marlene Timmermann haben sie witterungsbeständige Figuren aus Beton entstehen lassen. "Alle von Hand modelliert, indem zunächst ein Gerüst aus Draht oder Styropor gefertigt worden ist, das dann zwei Mal mit Beton überzogen wurde", erklärt Timmermann kurz die Vorgehensweise, die nötig ist, um eine Figur zu fertigen. Fünf Abende haben die Damen modelliert. "Die Arbeit mit dem Material ist total entspannend", ist Martha fasziniert. "Und das Ergebnis am Ende noch schöner", fügt Alma hinzu, die gerade "Willi dem Wattwurm" mit schwarzer Farbe das Kopfhaupt einfärbt. "Willi" steht auf einem langen Plastikrohr, das in einem Ziegelstein verankert ist. "So kann ich ihn einfach in die Erde verfrachten", verrät Alma, die genau wie Dagmar schon zu den Stammteilnehmerinnen in Marlene Timmermanns Betonkurs zählt. Allerdings ziert "Willi" künftig nicht den heimischen Garten, sondern landet gemeinsam mit Emma der Möwe an der Nordsee. Witterungsbeständig durch Fassadenfarben Da Fassadenfarben für den Anstrich verwendet werden, sind sämtliche Figuren witterungsbeständig. Und hier sind einige entstanden. Vögel, eine Seerobbe, Fische, ein Schneemann aber auch außergewöhnliche Stelen, wie eine Herzform oder die ungewöhnlichen Engel, denen Marlene Timmermann gerade noch die Flügel anschraubt. "Im nächsten Kurs entsteht dann wieder Neues", ist Dagmar auf jeden Fall wieder dabei.